Zischup-Interview mit Ärztin Larissa Giebelhaus

"Träumen ist sehr wichtig"

Leonie Victoria Giebelhaus, Klasse 8.1, Evangelisches Montessori-Schulhaus

Von Leonie Victoria Giebelhaus, Klasse 8.1, Evangelisches Montessori-Schulhaus (Freiburg)

Fr, 14. Juni 2019 um 12:28 Uhr

Schülertexte

Leonie Victoria Giebelhaus geht in die achte Klasse des Evangelischen Montessori-Schulhauses in Freiburg. Sie hat ihre Mutter Larissa Giebelhaus interviewt. Denn ihre Mutter ist ihr Vorbild.

Ich heiße Leonie Victoria Giebelhaus, bin Schülerin der achten Klasse am Evangelischen Montessori-Schulhaus in Freiburg. Ich habe mich entschieden, meine Mutter zu interviewen, weil ich ihr Leben interessant finde. Sie ist mein Vorbild. Meine Mama heißt Larissa Giebelhaus. Sie ist Ärztin und hat eine eigene Praxis in Freiburg. Ich werde ihr ein paar Fragen stellen, die mich interessieren.

Zischup: Wie lange lebst du schon in Freiburg?
Giebelhaus: Ich lebe hier schon seit fast 20 Jahren. Freiburg ist tatsächlich die Stadt, in der ich am längsten bisher gelebt habe.
Zischup: Wo hast du davor gelebt?
Giebelhaus: Die meiste Zeit, also meine Kindheit und Jugend, habe ich in Georgien verbracht. Studiert habe ich in Kasachstan. Nach Freiburg bin ich 1999 gekommen und habe mich sofort in die Stadt verliebt.
Zischup: Wo ist dein Lieblingsort?
Giebelhaus: Oh, ich habe mehrere... Einmal ist das natürlich mein Zuhause hier in Freiburg, aber wenn es um die anderen Städte geht, da habe ich einige Lieblingsorte: Florenz, Paris, Wien und Tiflis.

Zischup: Was war dein Traumberuf als Kind?
Giebelhaus: Auch hier hatte ich mehrere. Mal wollte ich Schauspielerin werden, mal Archäologin, später auch Juristin, Journalistin oder Diplomatin. Auch Ärztin war dabei.
Zischup: Wie bist Du letztendlich auf den Beruf Ärztin gekommen?
Giebelhaus: Da meine Mutter auch Medizinerin war, wurde ich früh mit dem Beruf konfrontiert. Ich habe auch gerne mit Spritzen gespielt, aber so richtig Medizin zu studieren, dazu habe ich mich erst nach dem Abitur entschieden.
Zischup: Was macht dir an deinem Beruf am meisten Spaß?
Giebelhaus: Am meisten gefällt es mir, dass ich mit den Menschen arbeiten kann und mich ständig weiter entwickeln kann. An meiner jetzigen Tätigkeit als Hausärztin macht mir tatsächlich am meisten Spaß, dass ich einen längeren Kontakt zu meinen Patienten habe, dass ich auch menschliche Beziehungen zu ihnen aufbauen kann, dass ich die Menschen begleiten und auch Teil ihrer Geschichte sein darf. Nicht nur medizinisch helfen. Ab und an schlüpfe ich auch in andere Rollen. So muss man die Leute auch rechtlich beraten.

Zischup: Was macht dir außer deiner Arbeit noch Spaß?
Giebelhaus: Ich verreise gerne, lerne unheimlich gerne neue Länder, Kulturen und Sprachen kennen.
Zischup: Wie viele Sprachen kannst du?
Giebelhaus: Einige, manche mehr, manche weniger gut. Die wichtigsten sind Deutsch, Russisch, Georgisch, Englisch aber auch Armenisch, Kasachisch und auch Latein habe ich gelernt. Dadurch verstehe ich viele andere Sprachen, die Ähnlichkeit haben mit dem, was ich kenne. Ich finde Sprachen geben uns mehr Sicherheit, weil man ja viel mehr Menschen verstehen kann.


Zischup:
Wo wolltest du schon immer mal hin?
Giebelhaus: Zwar habe ich schon Vieles gesehen, dennoch habe ich noch ein paar Ziele, wo ich unbedingt hin möchte, zum Beispiel nach Afrika, Südamerika, Australien, Neuseeland und nach England, dort war ich noch nicht. Vielleicht schaffe ich es ja noch bis zum Brexit, wenn er verschoben wird.
Zischup: Welchen Traum möchtest du gerne noch verwirklichen?
Giebelhaus: Ich habe immer wieder Träume, die nach und nach in Erfüllung gehen. Träumen ist sehr wichtig! Das bringt uns nach vorne. Was genau ich träume, möchte ich dir noch nicht verraten (lächelt).
Zischup: Und eine letzte Frage noch. Was magst du an dir selbst? Nenne mir fünf Dinge.
Giebelhaus: Meine Offenheit und Ehrlichkeit, Zielstrebigkeit, mein Optimismus und vor allem meine Flexibilität im Denken und Tun.
Zischup: Danke für das Interview.