Schönheitswahn

Wieso ist uns das Aussehen so wichtig?

Sophia Dufner, Klasse 8c, Wentzinger-Gymnasium, Freiburg

Von Sophia Dufner, Klasse 8c, Wentzinger-Gymnasium & Freiburg

Di, 03. Juni 2014 um 11:12 Uhr

Schülertexte

Das Aussehen spielt bei uns Jugendlichen heutzutage eine große Rolle: Bin ich zu dick oder vielleicht doch zu dünn? Meine Hüften sind viel zu dick! Und meine Brüste gehen gar nicht, viel zu klein! Aber warum ist das so?

Wieso ist uns das Aussehen so wichtig geworden, dass beispielsweise manche Mädchen sogar lieber ihr Date absagen, als ungeschminkt hinzugehen?
Dieser Wahn, immer gut auszusehen, ist alltäglich geworden: In Modezeitschriften, im Fernsehen, selbst in der Schule und unter Freunden ist der Druck, immer makellos dazustehen, da. Denn, wer nicht gut aussieht oder keine Markenklamotten trägt, ist uncool und das bedeutet automatisch: weniger Freunde.

Es gibt sogar Modehäuser, die sagen, dass ihre Kleidergröße bei Größe 40 aufhört, weil Übergewichtige ihre Kleidung nicht tragen sollen. Dazu gehören Marken wie Abercrombie and Fitch. Solche Aussagen wie auch Bilder von perfekten Models und dieser Druck, den man alltäglich spürt, beeinflussen viele Mädchen negativ. Manche nehmen in wenigen Wochen oder Monaten dramatisch ab, um nur annähernd wie ihre Idole auszusehen. Bei Jungs ist das nicht anders. Manche gehen mehrmals am Tag ins Fitnessstudio, um sich mit den muskulösen Männern in den Werbungen messen zu können.

Unsere Gesellschaft ist sogar schon so wahnsinnig vom Schönheitswahn besessen, dass wir in verschieden Mode-, Stil- und Schminktypen gegliedert werden. Es gibt zum Beispiel den Stiltypen "Nerd". Dieser trägt meistens eine Nerdbrille (großes, schwarzes, viereckiges Brillengestell) und ein T-Shirt mit Aufdruck. Dann gibt es den "Styler", der immer einen Schal trägt, egal welche Jahreszeit, modische Schuhe und ein einfarbiges T-Shirt. Der "Emo-Style" wird immer beliebter. Er trägt schwarze Kleidung mit neonfarbigen Accessoires.

Selbst viele der Kleinen unter uns werden von ihren Müttern modisch angezogen und beeinflusst, sie sind es von klein an gewohnt, immer im Trend zu liegen.

Damit die Kleidung am Körper auch toll aussieht, versucht jeder die beste Figur zu haben. Es gibt massenweise verschiedene Tabletten, Webseiten und Apps, die beim Abnehmen behilflich sein sollen. Immer mehr Jugendliche probieren diese Abnehmmethoden aus, trotz gefährlicher Nebenwirkungen. Viele von ihnen benötigen diese gar nicht, wenn sie aber in den Spiegel schauen, empfinden sie sich trotzdem als immer noch zu fett und hässlich. Diesen jungen Menschen muss geholfen werden, indem die Freunde entweder selber mit ihnen reden oder auf die Eltern zugehen. Es reicht auch schon, wenn sie einfach für ihre Freunde da sind und ihnen helfen, sich wieder ganz normal zu ernähren und nicht immer die Kalorien zu zählen. Denn solche Symptome können ernste Folgen haben. Sogar Stars wie "Ke$ha" leiden unter Essstörungen und Magersucht, weil sie keinerlei Fett an ihrem Körper haben wollen.

Trotz dieser Abmagerungen wurde festgestellt, dass 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig ist, unter anderem wohl wegen des großen Angebots an Fastfood.

Es muss alles schnell gehen, und da bietet es sich an, einfach kurz zu McDonald’s zugehen und einen Cheeseburger zu essen, anstatt in Ruhe etwas Gesundes zuhause zu kochen.


Um schön auszusehen, gibt es heutzutage Schönheitsoperationen, die sehr oft durchgeführt werden, zum Beispiel Fettabsaugung, Straffung des Bauches oder die beliebteste Operation, die Brustoperation. Manchen Stars übertreiben es so extrem mit den ganzen Schönmachern, wie Botox, dass sie am Ende ein verunstaltetes Gesicht haben.

Meiner Meinung nach ist jeder so schön, wie er auf die Welt gekommen ist. Wer aber trotzdem abnehmen will, sollte nicht anfangen Pillen zu nehmen oder Bulimie zu kriegen, sondern stattdessen einfach auf seine Ernährung achten. Das heißt, mal einen Salat oder einen Apfel zu essen, anstatt sich massenweise Burger und Schokolade reinzupfeifen, und etwas Sport tut unserem Körper auch mal gut.