Blaulicht

Serie geht weiter – Geldautomat in Pfaffenweiler gesprengt

Jannik Jürgens

Von Jannik Jürgens

Di, 22. September 2020 um 19:32 Uhr

Pfaffenweiler

Es ist der vierte Fall in diesem Sommer im Landkreis: Unbekannte haben am Montagmorgen einen Geldautomaten in Pfaffenweiler gesprengt. Zeugen hörten gegen 4.40 Uhr einen lauten Knall.

Der Geldautomat sei durch die Explosion zerstört und der Vorraum der Bank erheblich beschädigt worden, hieß es in einer Polizeimeldung. Die Höhe des Sach- und Diebstahlschadens sei derzeit noch nicht bekannt. Zwei Tatverdächtige sollen sich nach der Explosion in einem weißen Auto vom Tatort entfernt haben. Der Polizei gelang es nicht, die Tatverdächtigen zu schnappen.

Die Vorgehensweise der Bankräuber ähnelt drei anderen Fällen, in denen die Tatverdächtigen entkommen konnten.
1) In Denzlingen war am 12. Juli ein Automat gesprengt worden.
2) Ende Juli schlugen Unbekannte in Titisee-Neustadt zu (BZ-Bericht),
3) Ende dann August in Schallstadt.

In Schallstadt gelang es den Kriminellen, Geldkassetten mitzunehmen. Damals war die Explosion durch ein Luft-Gas-Gemisch herbeigeführt worden – obwohl der Automat laut Auskunft der Volksbank über einen Explosionsschutz verfügte.

Ein Sprecher kündigte eine Neubewertung der Schutzmechanismen an. "Wir können nicht ausschließen, dass es sich um die gleiche Gruppierung handelt", sagte Polizeisprecher Özkan Cira auf BZ-Anfrage. Zu weiteren Details der Sprengung in Pfaffenweiler wollte er sich nicht äußern. "Wir sind froh, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind", wurde Michael Grüninger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Staufen-Breisach, in einer Mitteilung zitiert. Über die Dauer der Schließung der SB-Filiale könne noch keine Aussage gemacht werden.