Sie schickt der Himmel

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Fr, 24. Mai 2019

Emmendingen

In Emmendingen ist der Startschuss für die 72-Stunden-Aktion gefallen / 700 Teilnehmer wollen die Welt ein bisschen besser machen.

EMMENDINGEN. Am Donnerstagnachmittag war es soweit: Nach einer 72-minütigen Auftaktfeier mit Grußworten sowie Musik- und Tanzauftritten erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 72-Stunden-Sozialaktion des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) auf dem Emmendinger Marktplatz ihre Aufgaben. Unter dem Motto "Uns schickt der Himmel" wollen die Jugendlichen etwas für den guten Zweck tun – und in 72 Stunden die Welt ein wenig besser machen.

Kurz vor der Bekanntgabe der Aufgaben war die Spannung unter den Jugendlichen fast mit Händen zu greifen: Gleich würde sich entscheiden, womit sich ihre Gruppe in den nächsten 72 Stunden beschäftigen würde müssen, welche Aufgaben zu bewältigen, welche Schwierigkeiten auszuräumen seien.

Im Dekanat Endingen-Waldkirch hätten sich 32 Gruppen mit etwa 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Aktion angemeldet, sagte Dekanatsjugendreferent Andreas Fink, der sich mit der Resonanz sehr zufrieden zeigte. "Ihr seid richtig stark", begrüßte er die Vertreter der Gruppen. Damit sei die Aktion in etwa so umfangreich wie beim letzten Mal, so Fink.

Für 22 Aufgaben wurde das Geheimnis bis zuletzt gewahrt, neun Gruppen suchten sich lieber selbst eine Aufgabe aus. Fink stellte kurz die Projekte vor. Das Spektrum ist riesig: Im Kindergarten St. Josef in Herbolzheim etwa soll ein ganz neuer Sinnesgarten entstehen, am Hörnleberg im Elztal ein Schatzsucherweg für Kinder und Familien angelegt werden. In Emmendingen müssen unter anderem der Walderlebnispfad und das Außengelände des Kindergartens St. Johannes renoviert werden, in Endingen sollen zwei Gruppen einen Lehmofen am Jugendhaus bauen und den Außenbereich neu gestalten. Die Denzlinger Minis gestalten den Weg hinauf zum Mauracherberg, in Reute wird ein Grillplatz für die Jugend gebaut, am Waldkircher Krankenhaus sollen ein Freisitz gestaltet und Hochbeete angelegt werden.

Genau um 16.47 Uhr erhielten die Gruppenvertreter ihr Projektpaket überreicht, aber erst um 17.07 Uhr durften sie, zeitgleich mit allen anderen Aktionsteilnehmern in Deutschland, den Umschlag mit ihren Aufgaben öffnen.

Die Art der Umsetzung bleibt jeder Gruppe selbst vorbehalten. In den nächsten 72 Stunden sollen die Jugendlichen aber möglichst viel Zeit miteinander verbringen, sagte ein Sprecher des Organisationsteams. Da auch die Leiter der Gruppen nicht über das jeweilige Projekt informiert wurden, konnten sie den Ablauf kaum vorbereiten. Die meisten Gruppen hätten sich aber im Vorfeld zumindest um Übernachtungsplätze gekümmert, sagte Andreas Fink. Übernachtet werde etwa in Gemeindehäusern, einige Gruppen würden auch zelten, falls dies die Umstände erlaubten.

Landrat Hanno Hurth und Dekan Hans-Jürgen Decker, die die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatten, begrüßten ebenso die Teilnehmer, wie Emmendingens Bürgermeisterstellvertreter Joachim Saar. Das Rahmenprogramm gestalteten die Gruppe "Back in Stereo" und die Tanzgruppe"Femaleek" der Tanzschule Gutmann.

Die bundesweite 72-Stunden-Sozialaktion des BDKJ fand zuletzt 2013 statt.