Sieben Millionen für die Digitalisierung

Marius Alexander

Von Marius Alexander

Do, 17. Oktober 2019

Kreis Emmendingen

Bis zum 30. April 2022 können nun die Schulträger im Landkreis bei der L-Bank Förderanträge einreichen.

EMMENDINGEN. Die Schulträger im Landkreis können nun ihre Anträge stellen. Insgesamt sieben Millionen Euro können die Träger zur Digitalisierungs der Schulen beantragen. Am Montag wurde das Verfahren im Verwaltungsausschuss des Kreistags nochmals vorgestellt.

Am Mittwoch hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner eine Liste des baden-württembergischen Kultusministeriums zur Verteilung der maximalen Fördersummen mit einer Pressemitteilung verschickt. Darin schreibt Fechner: "Mit diesem großen Zuschuss werden die Schulen im Kreis in die Lage versetzt, dringend notwendige Investitionen in die digitale Ausstattung zu tätigen." Doch nun seien die jeweiligen Träger der Schulen gefragt, denn Voraussetzung, um in den Genuss der Fördergelder zu kommen, sei die Vorlage eines technisch-pädagogischen Konzepts. Ein solcher Medienentwicklungsplan muss mit dem Antrag bei der L-Bank eingereicht werden, über die die insgesamt fünf Milliarden Euro, die im Rahmen des Digital-Paktes vom Bund zur Verfügung gestellt worden waren, verteilt werden. "Ich bin mir sicher, dass sich unsere Schulen diese Gelder nicht entgehen lassen und freue mich auf spannende Medienkonzepte", schreibt Fechner abschließend.

Bereits am Montag hatte Rita Wendenius-Görlitz, die Leiterin des Amts für Schulen und Bildung am Landratsamt, den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses Hintergründe und Abläufe der Antragstellung erläutert. Antragsberechtigt für die Fördermittel wie Empfänger der Zuschüsse sind die jeweiligen Schulträger. Für einen Zeitraum zwischen 2019 und 2024 können die Gelder beantragt werden. Am 1. Oktober habe die Antragsfrist begonnen, sie ende am 30. April 2022.

Wendenius-Görlitz sagte, dass die Schulträger in ihrer Entscheidung zur tatsächlichen Verwendung der Gelder relativ frei seien. Sie könnten ebens o mehrere Schulen zusammenfassen wie nur eine Schule bevorzugen oder gar nur einen einzigen Bereich einer Schule berücksichtigen. Als Beispiele für förderfähige Projekte listete die Amtsleiterin auf: die digitale Vernetzung in Schulgebäuden, die Anschaffung von schulischen Servern, interaktiver Tafeln, digitaler Arbeitsgeräte für den technisch-naturwissenschaftlichen Unterricht oder mobiler Endgeräte wie Laptops oder Tablets (jedoch keine Smartphones). Kein Geld gebe es indes für die Deckung der laufenden Personal- und Sachkosten sowie für Betrieb und Wartung der geförderten Infrastrukturen. Das Antragsverfahren umfasst den vom Träger mit der Schule zu erstellenden Medienentwicklungsplan, wobei das Kreismedienzentrum als Beratungsstelle fungiert.

Die Frage von Markus Jablonski (UB/ÖDP) nach Bundesgeldern für Ersatzinvestitionen beantwortete Landrat Hanno Hurth damit, dass es sich beim Digital-Pakt um eine einmalige Finanzspritze des Bundes handele. Auf die Anschlussfrage von Heinz-Rudolf Hagenacker (CDU) nach möglichen Folgen auf der Seite der Personalkosten sagte Finanzdezernent Christian Bader, dass dies im Einzelfall davon abhänge, was der Träger umsetze. Folgekosten sollten später beim Land eingefordert werden, sagte Matthias Guderjan (FWV). Roman Götzmann (SPD) sprach von einem"Sprung nach vorne". Der, so Hurth, müsse jedoch "planvoll" sein.