Basketball

Frauen des USC Freiburg beenden das Jahr mit klarer Niederlage – 61:88 in Heidelberg

Georg Gulde

Von Georg Gulde

So, 22. Dezember 2019 um 02:01 Uhr

USC Eisvögel

Mit einer hohen 61:88-Niederlage in Heidelberg beenden Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen das Jahr 2019. Vor einer Woche im Hinspiel war’s umgekehrt: Da hatten die Eisvögel 81:61 gewonnen.

Betrachtet man die Partie des ersten Rückrundenspieltags aus der Sicht des jeweiligen Gastgebers, dann ist sie ein Spiegelbild des letzten Vorrundenmatches. Jeweils die Heimmannschaft hatte eine überdurchschnittliche Wurfquote, während das jeweilige Auswärtsteam jämmerlich wenig traf. "Wir haben teilweise nicht schlecht verteidigt und Heidelberg zu schwierigen Würfen gezwungen, aber auch die waren drin", analysierte USC-Trainerin Hanna Ballhaus nach der hohen 61:88 (19:27, 12:11, 10:22, 20:28)-Niederlage.

Das letzte Spiel vor der Weihnachtspause ist meist ein besonderes. Denn noch am gleichen oder am nächsten Tag verabschieden sich die ausländischen Spielerinnen der Mannschaften Richtung Flughafen, um in ihre Heimatländer zu reisen. So war es auch bei den Eisvögeln, deren vier US-Spielerinnen neben der Basketballausrüstung auch ihr Urlaubsgepäck nach Heidelberg mitgenommen hatten und die nach Spielende zum Flughafen Frankfurt chauffiert wurden.

Bei einer solchen Konstellation taucht immer wieder die Frage auf: Welche Mannschaft kann sich noch besser auf das Spiel konzentrieren? In der Anfangsphase der ersten und zweiten Halbzeit musste man nur auf den Spielstand schauen, um die Frage zu beantworten.

"Wir haben nichts getroffen und Heidelberg alles", konstatierte die nach Spielschluss etwas konsternierte Hanna Ballhaus. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit, der USC Freiburg hatte durch seine Topscorerin Samantha Fuehring (25 Punkte) soeben per Zweier auf 33:38 verkürzt, gerieten die 500 Zuschauer aus dem Häuschen, denn nun trafen die Schlossstädterinnen vom Neckar vier Dreier nacheinander. Zwei Zweier folgten – und nach diesem 16:0-Lauf war die Partie praktisch entschieden (54:33).

"Wir haben dann kopflos agiert. Es fehlte der Ruhepol auf dem Feld. In schwierigen Phasen des Spiels fällt es uns schwer, sich da rauszuziehen", so Ballhaus. Ihr Team geht nun als Siebter mit 10:14 Punkten in die kurze Weihnachtspause. Noch liegen die Eisvögel auf einem der acht Playoff-Ränge. Durch die Niederlage beim anderen USC aus Baden beträgt der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz aber nur noch vier Zähler.

Am 1. Januar 2020 wird schon wieder trainiert

Viel Zeit zur Erholung bleibt den Spielerinnen aus dem Breisgau nicht. Am 31. Dezember, also an Silvester, werden sie wieder in Freiburg eintreffen. Am Abend des 1. Januar steht dann schon das erste Training im neuen Jahr an. Und am Sonntag, 5. Januar (17.30 Uhr), gehts im Pokal-Viertelfinale zum deutschen Meister 2017/18 nach Keltern. Die Mannschaft aus dem Enzkreis gilt in dieser Saison als Favorit auf die Meisterschaft, auch wenn sie am Samstagabend in Göttingen überraschend die erste Punktspiel-Niederlage in dieser Spielzeit hinnehmen musste (53:59). Vielleicht litt beim Team der Ex-Freiburgerin Ilze Jakobsone angesichts des nahenden Heimaturlaubs auch die Konzentration auf das Spiel.

Für den USC Freiburg spielten: Fuehring (25 Punkte/davon 1 Dreier), Rodefeld (7), Wieczorek (nicht eingesetzt), Breen, Kranzhöfer, Genco (17/3), Kapitza (3), Hart (8), P. Mayer (1), Kambach, Chr. Zehender (nicht eingesetzt).