92 Prozent für Präsident Baumgartner

Winfried Dietsche

Von Winfried Dietsche

Mi, 18. November 2020

FC Basel

Wechsel beim FC Basel / Denkzettel für Boss Burgener.

(-di). Das Vereinsleben wieder auffrischen, die finanzielle Abhängigkeit von der Aktiengesellschaft reduzieren, gleichzeitig aber auch die Kontinuität wahren: Mit diesen Absichtserklärungen hatte sich Reto Baumgartner um die Nachfolge von Bernhard Burgener als Vereinspräsident des FC Basel beworben. Mit 92 Prozent der Stimmen haben die Mitglieder dem früheren FCB-Spieler (1990 bis 1994) nun in einer schriftlich geführten Generalversammlung das Vertrauen ausgesprochen. Das gab der Club am Dienstag bekannt. Nach der alten Satzung, deren Änderung die 2589 Abstimmenden von rund 8500 Mitgliedern verworfen haben, fungiert der 53-Jährige auch als Delegierter des Vereins für den Verwaltungsrat der FC Basel 1893 AG.

Die Wahl Baumgartners – er gehört seit 2009 dem Vorstand an und ist im Beruf Vizedirektor des Gewerbeverbands Basel-Stadt – ändert nichts an den rot-blauen Machtverhältnissen: Als Mehrheitseigner und Verwaltungsratspräsident der AG behält der Unternehmer Burgener, wiewohl er für den Vereinsvorsitz nicht mehr kandidierte, beim Schweizer Super-Ligisten im Profifußball das Sagen. Indes: Als Zeichen des Misstrauens gegenüber der bisherigen Führung raten die Mitglieder dem neuen Delegierten, Burgener wie auch Geschäftsführer Roland Heri bei den Verwaltungsratswahlen nicht mehr zu bestätigen. Als Mitglieder des Vereinsvorstands wurden neben Baumgartner auch Dominik Donzé und Benno Kaiser bestätigt. Alle anderen Bewerber (so etwa von der Bewegung "Ystoo für e FCB") verfehlten die nötige Stimmenzahl.