SPORTVORSCHAU

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Von Wolfgang Künstle, BZ-Redaktion, Philip Kugler, Peter Schaub & Lars Blümle

Fr, 14. Februar 2020

Oberliga BaWü

HANDBALL OBERLIGA

Mut und Sicherheit

H2Ku Herrenberg – TuS Schutterwald, Sonntag, 17.15 Uhr (wk). "Das ist auf jeden Fall ein Vier-Punkte-Spiel", sagt Nico Baumann. Wenn sein TuS Schutterwald verlieren sollte, dann befürchtet der Übungsleiter die Annäherung an bedrohten Ränge, die schon bei Platz elf beginnen könnten. "Bei einem Sieg hingegen hätten wir ein bisschen Ruhe.". Die überschaubare Leistung in der Offensive in den vergangenen Spielen treibt ihn um, und so hatte man intensiv das eigene Treiben anhand von Videosequenzen studiert. "Wir haben einige Ansatzpunkte gefunden. Ich hoffe, dass das nun Mut und auch Sicherheit gibt", sagt Baumann. Was er vom Gegenüber halten soll, weiß er nicht so recht: Einem durchwachsenen Auftritt gegen den Tabellenletzten Fellbach folgte ein deutlicher Sieg beim HC Neuenbürg, gegen den der TuS selbst kürzlich nur mit Hängen und Würgen ein Remis rettete. Baumann kann wieder auf Matthias Langenbacher zugreifen.

SÜDBADENLIGA

Luft im Keller

SG Köndringen/Teningen II – HC Hedos Elgersweier, Sonntag, 17 Uhr, Ludwig-Jahn-Halle Teningen (daf). Nach zwei Siegen in Serie hat sich der HCH etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen können, ist aber längst nicht aus der Gefahrenzone heraus. Nun steht für die Elgersweierer das nächste richtungsweisende Spiel auf dem Programm. Zuletzt überzeugten sie durch Nervenstärke und kämpferisch aufsteigende Form. Auch spielerisch zeigte der HCH deutliche Besserung im Vergleich zu den letzten Spielen in der Vorrunde, sodass das Hedos-Team mit angewachsenen Selbstvertrauen nun auch mit breiter Brust nach Teningen gehen kann.

Stolperstein, Wundertüte

TuS Altenheim – TV Herbolzheim, Freitag, 20.30 Uhr, Herbert-Adam-Halle Altenheim (pku). Nach dem Unentschieden im Spitzenspiel beim HGW Hofweier steht die nächste hohe Hürde vor dem TuS. Der TV Herbolzheim gilt als Wundertüte der Liga. Der Aufsteiger besitzt eine Mannschaft mit viel Potenzial, ist allerdings sehr schwankend. Dass er für den TuS zum Stolperstein werden kann, zeigen die jüngsten Heimsiege über die Spitzenteams aus Hofweier und Muggensturm/ Kuppenheim. Trotzdem will die Sieben von Michael Schilling ihre Serie von zehn Spielen ohne Niederlage ausbauen. Der TuS hat zudem bekanntgegeben, dass der 26 Jahre alte Rückraumspieler Marvin Schaumann zur neuen Saison von der SG Hornberg/Lauterbach/Triberg nach Altenheim wechselt. Torwart Philipp Grangé wird seine aktive Karriere beenden.

Bedrohlicher Trend

HTV Meißenheim – BSV Sinzheim, Samstag, 20 Uhr (wk). "Am Samstag müssen zwei Punkte her, egal wie", sagt der Meißenheimer Übungsleiter Michael Cziollek. Sein Team befindet sich nach drei Niederlagen in Folge bedrohlich im Abwärtstrend. "Wir müssen die guten Leistungen aus den vergangenen Spielen jetzt in Punkte ummünzen", sagt Cziollek. Allerdings kassierten auch die Gäste zuletzt zwei Niederlagen. Noch kennt Cziollek den Kontrahenten lediglich aus Erzählungen, weiß um deren starke Einzelspieler und dass ein kleiner Kader bei den BSV-Ausflügen trügerisch sein kann. "Aber wir Trainer sind gut vernetzt, deshalb werden wir am Samstag gut vorbereitet sein." Auch das Meißenheimer Lazarett lichtet sich, lediglich Luis Nickert kämpft noch mit Knieproblemen.

LANDESLIGA NORD

Etwas Besonderes

TuS Schutterwald II – HGW Hofweier II, Samstag, 19.30 Uhr, Mörburghalle, (pau). Im Dezember noch betrug der Abstand zwischen der HGW-Reserve und jener aus Schutterwald zehn Punkte. 19:9 Punkte standen auf dem Konto des HGW. Inzwischen hat sich das relativiert. Drei Niederlagen in der Rückrunde lasten auf den Schultern der Gästespieler, drei Siege und ein Remis, so die letzte Bilanz der Schutterwälder, welche mit viel Rückenwind ins Derby gehen. HGW-Coach Georg Fischinger sagt: "Handballspiele zwischen Schutterwald und Hofweier sind immer etwas Besonderes, ganz egal in welcher Klasse. Gegen Ottenheim haben wir uns schon stark verbessert gezeigt, nun sollen auch wieder Punkte dabei rumkommen."

Blütenweiße Bilanz

SG Freudenstadt/BaiersbronnTuS Schuttern, Samstag, 20 Uhr (be). Die Schutterner warten seit vier Spieltagen auf den zweiten Erfolg im Jahr 2020. Die SG aus dem Nordschwarzwald gilt als Überraschungsmannschaft. Sie hat eine blütenweise Heimbilanz vorzuweisen und ist seit über zwei Jahren zu Hause unbesiegt. Das Harzverbot und ein lautstarkes Publikum helfen dabei. Hauptaugenmerk will der TuS besonders auf das Tempospiel der SG legen und dies mit einer klaren Chancenauswertung im Angriff ausbremsen. Nachdem nun langsam die verletzten Spieler zurückkehren, kann Coach Axel Schmidt mit einem konkurenzfähigen Kader antreten.


Gäste im Aufwind

TuS Ottenheim – SV Ohlsbach, Samstag, 20 Uhr (lab). Nachdem Unentschieden im Hinrundenspiel ärgerten sich die Ottenheimer über einen verlorenen Zähler, am Samstag wollen sie nun beide Punkte einfahren. TuS-Trainer Ulf Seefeldt geht von einer schweren Aufgabe aus: "Ohlsbach hat in diesem Jahr 8:2 Punkte geholt und befindet sich im Aufwind". Die Gäste liegen aufgrund ihrer schwankenden Leistungen aktuell auf Rang zehn, doch zwischen Tabellenführer Ottenheim und dem SVO liegen sechs Pünktchen. Die Ried-Sieben ist nach dem Sieg im Spitzenspiel in Hofweier gestärkt und setzt auf ihre Heimstärke. Nur einen Zähler gab der TuS in eigener Halle aus der Hand. Der TuS muss weiter auf Paul Frenk und Yannick Ehret verzichten.