Leichtathletik

Deutschlands schnellste Frau: Gina Lückenkemper drückt gern aufs Tempo

Andreas Schirmer

Von Andreas Schirmer (dpa)

Fr, 02. August 2019 um 21:11 Uhr

Leichtathletik

Für Sprinterin Gina Lückenkemper ist die Leichtathletik mehr als ein Job, sie ist ihre Leidenschaft. An diesem Samstag startet sie bei der deutschen Meisterschaft in Berlin – ein Porträt.

Soest ist nicht weit weg vom geografischen Mittelpunkt Westfalens, aber irgendwie am Ende der Welt. Die Autofahrt auf der A 46, A 1 und A 44 durch den Ruhrpott an Essen und Dortmund vorbei scheint kein Ende zu nehmen. "Tief im Westen ist eigentlich hier", wird später Gina Lückenkemper sagen. Deutschlands schnellste Frau ist im nahen Hamm geboren, in der 47 500-Einwohner-Stadt Soest aufgewachsen und mit der Region verwachsen.

Möpkenbrot ist in ihrer Heimat Spezialität
Bisher hat die 22 Jahre alte Sprinterin, die in den Metropolen der Welt mit schnellen Schritten Karriere macht, nicht den unbedingten Drang, der westfälischen Idylle und Geborgenheit den Rücken zu kehren. Die Stadt, wo der Pumpernickel erfunden worden sein soll und das Möpkenbrot – eine Kochwurst mit Speck, Schweineschwarte und Schweineblut sowie Roggenschrot – als Spezialität gilt, ist nicht nur ihre Heimat. Mit steigender Popularität ist Soest ein Rückzugsort geworden, in dem sie ihre Ruhe hat und in Ruhe gelassen wird.

Es ist ein kühler, grauer und wolkenverhangener Morgen. Genau das Gegenteil von dem Wetter, das Sprinter mögen. Gina Lückenkemper, dem meistens lächelnden und lachenden "Gesicht der deutschen Leichtathletik", verdirbt diese Tristesse die gute Laune nicht. Bepackt mit Sporttasche, Startblock und einer Art Campingstuhl geht sie zur Tartanbahn des Leichtathletikzentrums in Soest, um zu trainieren. Nur wenige hundert Meter entfernt hat sie im Conrad-von-Soest-Gymnasium ihr Abitur gemacht, ebenso wie der Sänger Sascha.

Die schnellste ...

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