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Von BZ-Redaktion

Fr, 20. Dezember 2019

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Brocken oder Losglück? — Einfach und doch schwer — Adelhauser Abschied

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Brocken oder Losglück?

Die große Anspannung wird sich bei den Erstliga-Ringern des TuS Adelhausen erst nach dem letzten Kampf der Bundesliga-Hauptrunde einstellen. Der zweite Platz samt Playoff-Ticket ist dem TuS längst sicher, das Duell am Samstag gegen den ASV Hüttigweiler (19.30 Uhr) dient der Bestätigung der eigenen Qualitäten, verbunden mit der Hoffnung, dass sich nach drei Leistungsträgern (Öhler, Semisorow, Wolfer) kein weiterer Ringer verletzt. Bedeutsamer ist, was sich nach dem letzten Schlussgong der Hauptrunde in Riegelsberg ereignet. Dort werden die Playoffs ausgelost, die Adelhauser hoffen, unter den drei Gruppenzweiten in Lostopf eins zu den Staffelsiegern gezogen zu werden – um nicht bereits im Viertelfinale auf einen der Gruppensieger Burghausen oder Mainz zu treffen. Ein vermeintlich leichteres Los käme dem Bestreben des TuS, zum dritten Mal in Folge ins Playoff-Halbfinale einzuziehen, entgegen. Garantiert ist, dass Adelhausen nicht auf Teams der eigenen Gruppe treffen kann – darunter Primus KSV Köllerbach.

Einfach und doch schwer

Die Ausgangslage für die RG Hausen-Zell vor dem abschließenden Bundesliga-Kampf ist überschaubar: Mit einem Sieg im Abschiedskampf von Trainer Florian Hassler am Samstag bei der RKG Freiburg (19.30 Uhr) verlassen die Wiesentäler das Tabellenende und schließen die Runde sicher als Vorletzter ab. Sei es, dass die RG-Ringer den derzeit punktgleichen ASV Urloffen (gegen den AC Heusweiler) hinter sich lassen. Sei es, dass die rare Konstellation eintritt, dass die letzten vier Teams die Saison punktgleich beenden. Dann ließe Hausen-Zell im Vierervergleich Heusweiler hinter sich und müsste nicht als Schlusslicht in eine weitere Bundesliga-Saison. Die Ausgangslage erschweren jedoch die Personalsorgen, zudem kann Freiburg bei einem Sieg und Adelhauser Schützenhilfe noch Rang drei vom ASV Hüttigweiler erobern und dann auf ein Playoff-Ticket hoffen.

Adelhauser Abschied

Der Saisonabschluss der Regionalliga am Samstag hat für die Ringerclubs aus dem Bezirk nur noch statistischen Wert. So schielt die WKG Weitenau-Wieslet bei Meister SRC Viernheim (20 Uhr) – zuhause noch ohne Punktverlust – auf einen Coup, der sowohl die Ehre des besten Rückrundenteams als auch Rang vier bescheren würde. Der KSV Rheinfelden kann mit einem Sieg beim AVG Sulgen (20 Uhr) sein Konto zwar noch auf respektable 16 Punkte aufstocken, doch muss der Tabellenachte für eine weitere Regionalliga-Runde auf maximal zwei Absteiger hoffen, was durchaus berechtigt ist. Seine Abschiedsvorstellung in der Regionalliga gibt der TuS Adelhausen II beim ASV Ladenburg (16 Uhr). Das Schlusslicht dürfte wohl punktlos in die Oberliga absteigen, könnte aber den erfolgreichsten Ringer der Liga stellen: Reinier Perez gewann bisher alle 17 Mattenduelle. Folgt in Ladenburg Sieg Nummer 18, wäre es zumindest für den kubanischen Freistiler eine perfekte Saison.