Ramona Straub stürzt am Holmenkollen

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Mo, 11. März 2019

Skispringen

Schwarzwälder Skispringerin womöglich am Knie verletzt.

OSLO/FREIBURG. Die Schwarzwälderin Ramona Straub hat sich bei einem Sturz im norwegischen Oslo möglicherweise ernsthaft verletzt. Die Skispringerin vom SC Langenordnach, einem Ortsteil von Titisee-Neustadt, hatte beim Weltcup im Rahmen der sogenannten Raw-Air-Serie nach dem ersten Durchgang am Sonntag zunächst auf Rang zwei gelegen. Im Finale flog sie auf 118,5 Meter. Doch dann verlor die 25-Jährige bei der Landung das Gleichgewicht und fiel auf den Aufsprunghang.

Die Bindungen lösten sich nicht, Helfer mussten sie von ihren Skiern befreien. Humpelnd verließ Straub die Auslaufzone und musste dabei gestützt werden. Florian Schwarz, Sprecher des Deutschen Ski-Verbands (DSV), konnte kurz nach dem Wettkampf noch keine genaueren Angaben über den Gesundheitszustand der 25-Jährigen machen. "Ramona ist bei vollem Bewusstsein, aber das rechte Knie tut ihr weh." Der Mannschaftsarzt des österreichischen Frauen-Teams habe sich das Knie näher angeschaut, eine Bänderverletzung liege offenbar nicht vor. DSV-Sprecher Schwarz wird gleichwohl an diesem Montag mit Straub nachhause fliegen. "Die Raw-Air-Tour ist für sie beendet", sagte er. "Ramona soll in München untersucht werden." Erst vor zwei Wochen hatte Straub mit dem Team Gold bei der Weltmeisterschaft in Seefeld gewonnen. Es war ihr bislang größter Erfolg. Die Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz gewann das Springen auf der Großschanze am Holmenkollen vor den beiden DSV-Springerinnen Juliane Seyfarth aus Ruhla und Katharina Althaus aus Oberstdorf.

Bereits am Samstag war der Schwarzwälder Stephan Leyhe in Oslo gestürzt. Der Breitnauer schlidderte mit dem Gesicht über den Schnee und hat nun Probleme mit dem Knöchel. Am Sonntag schonte er sich. Beim Team-Weltcup flog das deutsche Quartett auf Platz fünf. Norwegen siegte vor Japan und Österreich. Den Einzel-Weltcup am Sonntag gewann Robert Johansson (Norwegen) vor Stefan Kraft (Österreich) und Peter Prevc (Slowenien). Bester Deutscher war Markus Eisenbichler (10.).