Bayerische Passqualität

Daniela Frahm

Von Daniela Frahm

Mo, 28. Oktober 2019

SC Freiburg

Die A-Junioren des SC Freiburg verlieren das Spitzenspiel gegen Bayern München knapp mit 2:3.

FREIBURG. Eine Art Reifeprüfung hatte der Freiburger Trainer Thomas Stamm im Spitzenspiel seiner U 19 gegen den FC Bayern München in der Bundesliga Süd/Südwest gesehen. Mit der 2:3 (1:3)-Niederlage haben die A-Junioren des SC Freiburg diese zwar nicht ganz bestanden, aber wieder Erkenntnisse gesammelt, was sie in den kommenden Wochen noch verbessern können.

Vergangene Saison hatte der Freiburger Nachwuchs im Heimspiel gegen die Bayern einen 0:4-Rückstand durch einen Treffer in der Nachspielzeit noch in ein 4:4 gedreht. Auf ein ähnliches Spektakel hofften die rund 800 Zuschauer im Möslestadion diesmal vergeblich, auch wenn die Partie erneut torreich war. Das Happy End blieb aus. Dabei war Noah Weißhaupt in der Nachspielzeit zu Fall gekommen und die Freiburger forderten einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Zeiher gab ihn nicht. "Ein Punkt wäre super gewesen", sagte Stamm, "wir haben zum Schluss nochmal alles probiert gegen einen spielerisch starken Gegner."

Eine halbe Stunde zuvor hatte Falko Michel (59.) einen an Guillaume Furrer verursachten Elfmeter zum 2:3 verwandelt und für Hoffnung zumindest auf ein Unentschieden gesorgt, nachdem die Bayern die erste Hälfte dominiert hatten. Nach dem 4:0-Sieg der Münchner in der Uefa-Youth-League bei Olympiakos Piräus, bei dem vermummte Hooligans das Feld gestürmt hatten, hatte Trainer Martin Demichelis zwar ordentlich rotiert, die Bayern haben jedoch "offensiv unfassbare Qualität" (Stamm) im Kader.

Die drei Tore von Malik Tillman (8., 18., 36.), von denen das zweite Falko Michel als Eigentor zugeschrieben wurde, fielen nach einem identischen Muster. Ryan Johansson zog energisch in den Strafraum und legte für Tillman auf, der jeweils aus kurzer Distanz Torwart Noah Atubolu überwand. "In der ersten Halbzeit waren wir vielleicht in der Ausrichtung ein bisschen zu mutig, wie wir versucht haben zu verteidigen. Das muss ich auf meine Kappe nehmen", erklärte Stamm, "aber wie die Tore gefallen sind, das war zu einfach."

Zwischenzeitlich hatte Kevin Schade (32.) nach einer Hereingabe von Weißhaupt von der linken Seite auf 1:2 verkürzt. Und nach dem Elfmeter von Michel ließen die Freiburger nur eine weitere Bayern-Chance zu. "Die Passqualität und die Effizienz ist bei ihnen eine andere, daran können wir arbeiten", sagte Stamm. Das hätten beiden Spiele gegen die Topteams Mainz und Bayern gezeigt, gegen die der SC die bislang einzigen Niederlagen kassiert hat.

Freiburg: Atubolu; Tauriainen, Michel, Schmidt, Ezekwem (84. Maier); Gindorf (46. Domröse), Kastrati (67. Kehrer), Kehl (84. Hinrichsen); Furrer, Schade, Weißhaupt. Tore: 0:1 Tillman (8.), 0:2 Michel (18., ET), 1:2 Schade (32.), 1:3 Tillman (36.), 2:3 Michel (59./FE). Schiedsrichter: Zeiher (Poppenweiler). Zuschauer: 800.