Nationalelf

Trainingslager statt Kreuzfahrt: Nils Petersen im Interview

René Kübler

Von René Kübler

Di, 29. Mai 2018 um 20:00 Uhr

SC Freiburg

BZ-Plus Nils Petersen spricht im BZ-Interview über die Umstände seiner vorläufigen Nominierung und die Lehren aus seiner Zeit beim FC Bayern München.

Nils Petersen gilt als die größte Überraschung im vorläufigen deutschen WM-Kader. Nun versucht der 29-Jährige, im Trainingslager der Nationalmannschaft in Südtirol den Sprung zum Turnier in Russland zu schaffen. René Kübler hat Petersen im Teamhotel besucht – und im Interview erfahren, wie sich die neue Welt für den Torjäger des SC Freiburg anfühlt. Petersen verriet auch, warum tiefgefrorenes Cordon Bleu schon länger kein Thema mehr für ihn ist.

BZ: Herr Petersen, der Bundestrainer hat Sie im Urlaub mit Ihren SC-Teamkollegen auf Mallorca zunächst nicht erreicht. Man kann sich da so einiges vorstellen, warum es Joachim Löw schwer hatte, Sie über Ihre Nominierung für den vorläufigen WM-Kader zu informieren: Ballermann, Sangria-Eimer mit Strohhalmen?
Petersen (grinst): Nein, ganz so war es nicht. Der Abend vorher war schon ganz gut. Aber in dem Moment saß ich mit Manuel Gulde, Nicolas Höfler und anderen beim Mittagessen zusammen. Dann schaue ich aufs Handy und sehe: drei Anrufe in Abwesenheit vom Bundestrainer. Und noch einer von Christian Streich.

BZ: Sie kannten Joachim Löws Nummer?
Petersen: Ja, ich kannte sie.

BZ: Und dann?
Petersen: Habe ich halt zurückgerufen.

BZ: Und anschließend sind Sie auf einen Stuhl gestiegen und haben es vor Ihren Mannschaftskameraden offiziell verkündet?
Petersen: Sofort erzählt habe ich es nur Nicolas Höfler. Ich musste ja zumindest einem der Jungs erklären, warum ich am nächsten Morgen zurückfliegen werde – und mich am Abend zurückhalte.

BZ: Aber irgendwann merken doch auch die anderen, dass da was nicht stimmt.
Petersen: Nicht wirklich. Wir waren mit 20 Mann unterwegs. Und andere sind auch früher zurückgeflogen. Das ist dann gar nicht so ...

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