"Doping ist eine Epidemie"

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mi, 14. September 2011

Sportpolitik

Bei einer Tagung in Freiburg wird mit mancher Mär aufgeräumt – und Antworten auf die Frage gegeben, warum Ärzte Athleten dopen.

FREIBURG. Ein zentraler Punkt in der Doping-Diskussion ist die Frage: Wie viele Sportler dopen? Sportorganisationen verweisen dabei gerne auf das Gute im Menschen und bezeichnen die dopenden Athleten als "schwarze Schafe". Das soll signalisieren: Doper sind eine verschwindend geringe Menge im Heer der Leistungssportler. Perikles Simon, Leiter der Abteilung Sportmedizin der Universität Mainz, ist da anderer Ansicht. "Doping ist nicht nur eine Krankheit, es ist eine Epidemie", sagte er am Dienstag bei der internationalen Fachtagung der Universität Freiburg.

Und auch andere Redner räumten gewaltig mit der Mär auf, im Spitzensport werde nur wenig gedopt und die Zahl der Athleten, die unerlaubte Substanzen einsetzen, sei gering. Vor allem aber wurde in den Vorträgen wieder einmal klar, was viele Sportfunktionäre noch immer mit großem Fleiß leugnen: dass es sich oft um systematisches Doping handelt, das nicht von den Athleten gesteuert wird, sondern von anderen Berufsgruppen: allen voran den Sportmedizinern. Und unter denen, das schält sich nicht erst seit der Tagung im Breisgau heraus, haben einige Freiburger Sportärzte eine mehr als unvorteilhafte Rolle gespielt. Das ...

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