Franke siegt vor Gericht

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

Sa, 20. Oktober 2012

Sportpolitik

Der Heidelberger darf den Freiburger Sportmediziner Georg Huber einen Dopingarzt nennen.

FREIBURG. Der Heidelberger Dopingbekämpfer Werner Franke hat vor dem Oberlandesgericht einen Erfolg erzielt. Er darf den ehemaligen Freiburger Olympia-Mediziner Georg Huber künftig als Dopingarzt bezeichnen. Franke darf ab sofort öffentlich behaupten, dass Huber den ehemaligen Bahnradfahrer Robert Lechner in den 1980er Jahren systematisch mit leistungssteigernden Medikamenten behandelt hat – insbesondere mit dem hoch wirksamen Anabolikum Stromba.

Die Verhandlung vor dem Freiburger Außensenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe hatte gerade einmal 50 Minuten gedauert, als der Vorsitzende Richter Anton Wachter dem früheren Freiburger Spitzensportmediziner Huber dringend nahelegte, zu einer gütlichen Einigung mit Franke zu gelangen. Das Gericht hielt die 21 Seiten umfassende Aussage für glaubwürdig, die der ehemalige Bahnradfahrer Lechner vor der Kommission der Universität zur Aufklärung der Freiburger Dopingvergangenheit im April 2011 gemacht hatte. Darin schildert der spätere Bronzemedaillengewinner der ...

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