SPORTVORSCHAU

Wolfgang Künstle

Von Wolfgang Künstle

Fr, 31. Januar 2020

Oberliga BaWü

HANDBALL OBERLIGA

Dicke Luft

TuS Schutterwald – HC Neuenbürg, Samstag, 19.30 Uhr (wk). Dicke Luft herrscht beim Gegner des TuS Schutterwald: Regisseur Raphael Blum schmiss wegen mangelnder Wertschätzung zum Jahreswechsel die Brocken hin, Torjäger Marco Langjahr brach sich in der Partie vor zwei Wochen in Weinsberg den Daumen. "Sie sind jetzt unberechenbarer geworden", hat Trainer Nico Baumann festgestellt, "und sie lassen den Ball nun schneller laufen." Allein mit Tempohandball wie im Hinrundenspiel, so ahnt Baumann, sei dem Gegner nicht mehr beizukommen. "Dieses Mal werden handballerisch mehr zeigen müssen." Mehr im Vergleich zum Hinrundenspiel, das man mit 35:31 gewann, aber auch mehr im Vergleich zur Vorwoche. Auch die Partie gegen Sandweier hat sich Baumann noch einmal angetan und 20 Fehlwürfe gezählt. "Darunter zehn richtig gute Chancen. Wenn wir nur die Hälfte nutzen, gewinnen wir das Spiel." Hier herrscht Nachbesserungsbedarf, die robuste 6:0-Abwehr des Gegners wird sich nicht ohne Weiteres überwinden lassen.

HANDBALL SÜDBADENLIGA

Der beste Schlechte

SG Muggensturm/Kuppenheim – HTV Meißenheim, Samstag, 20 Uhr (wk). Der Beste von den Schlechten fährt zum Schlechtesten der Besten, könnte man sagen. Der HTV führt gemeinsam mit dem TV Herbolzheim die große Gruppe der Abstiegsgefährdeten an, während die SG – nur zwei Plätze, aber fünf Punkte vor dem HTV – die obere Hälfte vervollständigt. Davon möchte sich HTV-Trainer Michael Cziollek nicht blenden lassen. "Sie gehören zu den Top Vier der Liga", sagt der 32-Jährige. "Sie verfügen über eine junge Mannschaft mit hervorragenden Einzelspielern und einem sehr starken Kollektiv." Die Favoritenrolle liegt damit eindeutig nicht in den Händen der Meißenheimer. "Aber wir gehen in jedes Spiel mit dem Ziel, zu gewinnen", sagt Cziollek. "Sonst könnten wir zuhause bleiben." Er erinnert an die ersten Minuten gegen den TuS Altenheim, wo seine Sieben konzentriert und hochmotiviert zu Werke ging. "Daran müssen wir anknüpfen."