SPORTVORSCHAU

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Von Wolfgang Künstle, Peter Schaub, Lars Blümle, Stephanie Maier-Straubmüller & BZ-Redaktion

Fr, 07. Februar 2020

Oberliga BaWü

HANDBALL OBERLIGA

Trügerische Vorzeichen

TuS Schutterwald – SV Fellbach, Samstag, 19.30 Uhr (wk). Der trügerische Besuch des Tabellenletzten und die Warnungen des Trainers – diese Woche spielt sich dieses berühmte Stück in der Schutterwälder Mörburghalle ab. Der SV Fellbach schleppt schon seit Längerem die Rote Laterne mit sich herum und war zeitweise sogar abschlagen. "Man muss allerdings bedenken, dass sie die meisten Partien nur ganz knapp verloren haben", sagt TuS-Trainer Nico Baumann. "Da war auch viel Pech dabei." Gerade in den vergangenen Wochen haben sich die Fellbacher berappelt – zuletzt mit einem Heimsieg gegen die H2Ku Herrenberg. Qualität ist ohne Zweifel vorhanden, und Baumann hat vor allen Dingen Respekt von den schnellen Tempogegenstößen. "Wir müssen versuchen, sie in den Positionsangriff zu bringen, dann sind sie leichter auszurechnen", erklärt Baumann. "Wenn uns das gelingt, sollte die Aufgabe zu lösen sein."

SÜDBADENLIGA

Berg von Fragen

HGW Hofweier – TuS Altenheim, Samstag, 20 Uhr (pau). Mit dem TuS gastiert ein Schwergewicht der Liga bei der HGW, immerhin ist der Gast seit neun Spielen ungeschlagen, hat daraus 17:1 Punkte erzielt. Attribute, die bis vor wenigen Wochen teilweise auch für das HGW-Kollektiv galten. Doch wie ein Berg türmt sich nun die Frage auf: Wie sollen Gerry Sutter, Jan Meinlschmidt und Lukas Glunk im Zaume gehalten werden? Dass die HGW-Akteure dazu die Qualität haben, steht außer Frage. Dafür muss aber das schlummernde Leistungsvermögen geweckt werden. HGW-Coach Michael Bohn sagt: "So wie wir zuletzt aufgetreten sind, bekommen wir es am Samstag mit einem anscheinend übermächtigen Gegner zu tun."

Paroli bieten

TV Oberkirch – HTV Meißenheim, Samstag, 20 Uhr (wk). Auf den HTV wartet die nächste schwere Aufgabe. "Wir müssen schauen, dass wir gut ins Spiel kommen und Oberkirch gleich von Anfang an Paroli bieten", sagt Trainer Michael Cziollek. Einfacher wird die Aufgabe auch nicht aufgrund der Tatsache, dass noch mehrere Spieler an den Nachwirkungen der Partie von vergangener Woche laborieren. Die Oberkircher gehen klar als Favoriten in die Begegnung, sie stellen eine routinierte Mannschaft, verstärkt mit talentierten jungen Spielern. "Sie haben nicht den Topshooter, sie leben von mehreren guten Spielern, die alle eine Partie entscheiden können", so Cziollek, der dennoch voll auf sein Team setzt: "Ich bin überzeugt, dass meine Jungs alles in die Waagschale werfen, um das Thema Klassenerhalt anzugehen."



LANDESLIGA NORD


Ein Punkt trennt

HGW Hofweier II – TuS Ottenheim, Samstag 17.30 Uhr (pau/lab). Einen Minuspunkt trennen den Spitzenreiter aus dem Ried und den Tabellenfünften aus Hofweier. In den ersten Rückrundenpartien haben sich beide Teams nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Das Momentum sieht allerdings den TuS leicht im Vorteil. Zudem stellt der Spitzenreiter die beste Defensive der Liga. HGW-Trainer Georg Fischinger sagt: "Ich denke, den Spielern ist bewusst was es zu verbessern gilt." TuS-Trainer Ulf Seefeldt kennt die HGW-Reserve aus seiner dortigen Trainerzeit. "Hofweier hat einige erfahrene Spieler in der Mannschaft, die ihre individuellen Stärken haben. Auf die müssen wir aufpassen." Dazu gibt der Erfolg im Derby weiteren Auftrieb, "nach dem Sieg gegen Schuttern fühlen wir uns in der Rückrunde richtig angekommen", sagt Seefeldt.

Potenzial abrufen

HSG Ortenau Süd – HSG Hanauerland, Samstag, 20 Uhr (sms). Die Gäste um den ehemaligen Sulzer Spieler Gregor Roll stehen aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz und sind seit sechs Spielen ungeschlagen. "Wir möchten nicht auf die Tabellensituation schauen, sondern uns auf unser Spiel konzentrieren", so der HSG-Trainer Aurelijus Steponavicius. "Jeder Spieler muss sein ganzes Potenzial abrufen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen", so die Erwartungen von Steponavicius. Zuletzt zeigte seine Truppe eine starke Leistung, suchte die Lücke in der gegnerischen Defensive und stellte eine stabile Deckung. "Wir müssen gemeinsam um jeden Ball kämpfen und eine geschlossene Leistung bringen", so der HSG-Coach. Dann ist Steponavicius auch zuversichtlich, dass sein Team der HSG Hanauerland Paroli bieten kann.

Abdriften vermeiden

TuS Schuttern – TS Ottersweier, Samstag, 20 Uhr (be). Nachdem der Rückrundenstart für den TuS Schuttern alles andere als optimal verlief, empfängt die Truppe von Axel Schmidt am kommenden Samstag die Turnerschaft Ottersweier. Dabei wird sich zeigen, in welche Richtung der weitere Rundenverlauf geht. Mit einem Heimsieg bleibt man oben dabei, bei einer Niederlage wird man ins graue Mittelfeld abdriften. Damals lief es für den TuS noch leichter: "Die Leichtigkeit und Souveränität bei der Chancenverwertung muss wieder zurückkehren", so heißt es von den Verantwortlichen. Gerade gegen einen Gegner, der nach verkorkster Vorrunde ganz unten in der Tabelle steht und sich in den letzten Begegnungen deutlich gesteigert hat, wird das immens wichtig sein.