Feuerwehren retten zwei Wohnhäuser in St. Märgen

Lagerhalle einer Baufirma brennt völlig aus

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

So, 08. Dezember 2019 um 15:54 Uhr

St. Märgen

Ein Feuer hat die Lagerhalle der Baufirma Willmann in St. Märgen am Freitagabend zerstört. Zwei Wohnhäuser konnten gerettet werden. Der Schaden beläuft sich auf rund eine halbe Million Euro.

Dem schnellen Einsatz der Feuerwehren St. Märgen, St. Peter, Hinterzarten und Kirchzarten ist es zu verdanken, dass ein angebautes Büro- und Wohnhaus sowie ein benachbartes Wohnhaus vor den Flammen gerettet werden konnten. Beide Gebäude waren aufgrund der starken Rauchentwicklung zunächst nicht mehr bewohnbar. Der Schaden wird auf rund eine halbe Million Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.

Das Feuer war am Freitagabend kurz nach 22 Uhr entdeckt worden. Die Leitstelle hatte gemäß der Ausrückeordnung gleich für einen Großeinsatz alarmiert. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Gotthard Benitz fuhr schon bei der Anfahrt im Bereich er Schwarzwaldhalle durch dichten Rauchqualm. "Die schnelle und richtige Reaktion der Leitstelle ist ein Grund dafür, dass der Anbau und das benachbarte Wohnhaus gerettet werden konnten", ist sich Benitz sicher. Kräftiger Wind und eine starke Rauchentwicklung erschwerten die Löscharbeiten. Die im Dachgeschoss der Lagerhalle liegenden Dämmmaterialien und Kunststoffrohre verursachten bei ihrer Verbrennung viel Rauch und der starke Wind drückte den Qualm auf den Boden.

Für die Löscharbeiten stand den Feuerwehren genügend Wasser zur Verfügung. Nur wenige Meter entfernt befindet sich ein großer Löschwasserteich, der auch direkt mit dem Badeweiher unterhalb der Schwarzwaldhalle vernetzt ist. Dessen Abfluss öffnete die Feuerwehr zwischendurch, um so den Löschwasserteich wieder zu füllen. Aufgrund des Qualms mussten selbst die Maschinisten am Löschwasserteich unter Atemschutz arbeiten.

Gegen 1.30 Uhr brachten die Feuerwehren den Brand nach Angaben der Polizei unter Kontrolle. Am Ende war die Lagerhalle jedoch völlig ausgebrannt. Keine Probleme bereiteten der Feuerwehr die Dachinstallationen für Solar und Photovoltaik. "Die Leute sind ausgebildet und diese Gefahrenquelle für die Feuerwehrleute ist deshalb nicht größer, als wenn die Ziegel vom Dach fallen", sagt Benitz. Zur Brandbekämpfung kam auch Verstärkung aus dem Dreisamtal sowie dem südlichen Breisgau, die ab 3 Uhr dann St. Märgens Feuerwehr ablösten und für die Nachlöschung bereitstanden. Die Feuerwehr St. Märgen hat dann am Samstagmorgen wieder übernommen und mit dem Rückbau der Löschleitungen begonnen.

Der Besitzer dankte den Feuerwehren für den Einsatz und bezeichnete es als "Riesenerfolg", dass das angebaute Büro- und Wohnhaus sowie das benachbarte Wohnhaus unbeschädigt geblieben sind, sagt der Gotthard Benitz weiter.

Die Bewohner der beiden verrauchten Gebäude kamen in der Nacht bei Verwandten unter. St. Märgens Bürgermeister Manfred Kreutz informierte sich an der Brandstelle persönlich über die Lage.

Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen eine halbe Million Euro betragen. Zur Erforschung der bislang unbekannten Brandursache hat das Polizeirevier Neustadt die Ermittlungen aufgenommen. Die ausgebrannte Lagerhalle ist beschlagnahmt worden. Zur Brandursache kann noch keine Aussage getroffen werden.