Starkes Zeichen der Solidarität

Alexander Huber

Von Alexander Huber

Sa, 30. November 2019

Bad Krozingen

WEIHNACHTSFREUDE FÜR ALLE: Zum 26. Mal startet die BZ-Spendenaktion, die unbürokratische und zielgerichtete Hilfe ermöglicht.

SÜDLICHER BREISGAU (hub). Pünktlich mit dem ersten Adventswochenende startet auch die BZ-Lokalredaktion in Bad Krozingen mit der Spendenaktion "Weihnachtsfreude für alle". Im Südlichen Breisgau hat sie eine besondere Tradition – in diesem Jahr ist es bereits die 26. Auflage – und besonders spende

nfreudige Leserinnen und Leser, die mit ihren Gaben schon viele Notsituation unbürokratisch und zielgerichtet lindern konnten.

Auch wenn in Deutschland ein vergleichsweise eng geknüpftes Netz an sozialen Hilfen existiert, bleiben doch weiterhin viele Lücken, durch die hindurchzufallen für die Betroffenen besonders schmerzhaft sein kann. Für das, was in einem Leben einen besonderen Wert ausmachen kann, steht oft kein öffentlicher Topf bereit. Der Sozialdienst katholischer Frauen berichtet zum Beispiel von einem neunjährigen Jungen, der von seiner Mutter – trotz deren Depression – gut und liebevoll betreut wird. Der Vater ist gestorben, und der Sohn spürt, wieviel Kraft seine Mutter die Erziehung angesichts ihrer Krankheit kostet. Er hat Angst um sie, ist selbst oft traurig. An einer Ferienfreizeit teilnehmen zu können, würde einen willkommenen und wichtigen Tapetenwechsel bedeuten. Doch dafür ist kein Geld da. In Fällen wie diesen greifen die Hilfen von "Weihnachtsfreude für alle". Die Ferien mit Freude und Freunden genießen zu können – für viele Kinder und Jugendlichen eine (wichtige) Selbstverständlichkeit – konnte in diesem Fall durch Ihre Spenden, liebe Leserinnen und Leser, möglich gemacht werden.

Es ist nur ein Beispiel von vielen. Umstände, die für die meisten von uns zwar ärgerlich sind – wie etwa eine kaputte Waschmaschine – aber doch relativ leicht verkraftet werden, können für Menschen, die auf die Unterstützung der Sozialsysteme angewiesen sind, mitunter zu existenziellen Krisen werden. Hinzu kommt: Die öffentlichen Hilfen greifen oft nur sehr langsam – und in der Zwischenzeit können sich Situationen dramatisch verschärfen, etwa wenn es um den drohenden Verlust von Wohnraum geht.

Auf den ersten Blick geht es bei "Weihnachtsfreude für alle" um materielle Hilfe. Aber da ist noch mehr: Von unseren Partnern in den sozialen Institutionen und Verbänden haben wir im Laufe der Jahre immer wieder die Rückmeldung bekommen, wieviel den Hilfeempfängern die Solidarität bedeutet, die sich in den Spenden der BZ-Leserinnen und -Leser widerspiegelt.

Zudem hat "Weihnachtsfreude für alle" im Laufe der Jahre so manche wertvollen Verbindungen geknüpft. Zwischen Badischer Zeitung und den Leserinnen und Lesern etwa eine Verbindung, die über die alltägliche Berichterstattung im Alltag hinausgeht. Viele wertvolle Kontakte haben sich ergeben, die über die BZ-Spendenaktion hinaus den Blick unserer Zeitung gelenkt haben auf Themen im sozialen Bereich, bei denen es wichtig ist, eine größere Öffentlichkeit herzustellen.

Denn die Notsituationen sind da – und sie werden leider nicht weniger. Aber in einem reichen Land wie dem unseren existieren sie eher im Verborgenen. Dorthin stärker einen Blick zu lenken – auch das ist ein Anliegen der BZ-Spendenaktion.

Und so dürfen wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, einmal mehr im Namen derer, denen das Geld zugute kommen soll, um Ihre Gabe bitten. Jede Spende, ob groß, ob klein, ist willkommen. Ganz herzlichen Dank dafür!