Statt Praktika Technikerlebnis im Truck

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 22. Juni 2021

Laufenburg

Schüler der Hans-Thoma-Schule Laufenburg erleben praktische Umsetzung des Gelernten.

(BZ). Eine Woche lang war der Truck "Discover Industry" von Coaching4Future zu Gast an der Hans-Thoma-Schule Laufenburg. Discover Industry hat die Zielsetzung, praktische Anwendungen der Fächer Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik (Mint) und Berufe aus diesem Bereich vorzustellen. Damit leistet dieses gemeinsame Angebot der Baden-Württemberg-Stiftung, des Arbeitgeberverbands Südwestmetall und der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit einen Beitrag zur Berufsorientierung und möchte dem Fachkräftemangel vorbeugen.

Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 9 konnten bei dem Angebot einen Einblick in die Arbeitsweisen der modernen Industrie bekommen und vieles selbst ausprobieren. "Wir sind froh, dass wir den Truck zu uns an die Schule holen konnten. Durch die Pandemie konnten unsere Schüler dieses Jahr keine Praktika in Betrieben absolvieren. Für die Berufsorientierung, die bei uns einen hohen Stellenwert hat, war der Rundgang durch das Ausstellungsfahrzeug und der anschließende Workshop ein großer Gewinn. Besonders gut ist an diesem Format, dass die Schüler selbst tätig werden und modernste Geräte selbst ausprobieren dürfen", freut sich Konrektor Fabian Zoller-Wunderlich.

Bei Discover Industry lernen die Jugendlichen die Produktentstehung und die beruflichen Perspektiven in der Industrie kennen. Die Schülerinnen und Schüler begreifen an fünf Stationen die wesentlichen Schritte, die notwendig sind, um ein Produkt industriell zu fertigen. Neuntklässler Philipp Bartsch interessiert sich für Robotik und konnte sich besonders für das Programmieren des Roboterarms begeistern. "Die richtigen Koordinaten zu finden war ganz schön knifflig. Man muss schon genau überlegen. Eine Herausforderung, die echt Spaß gemacht hat", freute sich der 15-Jährige.

Klassenkameradin Michelle Pöschl kann sich vorstellen, später in einem Mint-Beruf zu arbeiten. Derzeit interessiert sie sich für den Beruf der Architektin. Ihr gefällt daran, dass man kreativ sein kann und die Ergebnisse der eigenen Arbeit sichtbar werden.

Genau das konnten die Jungen und Mädchen im zweiten Teil das Programms beim Workshop zum Thema "Objekte konstruieren" erfahren. Dabei wurde unter Anleitung der Coaches Jacqueline Pernet und Domenic Kratzer in Gruppen mithilfe eines Zeichenprogramms am PC ein "Fidget Spinner", eine Art Handkreisel, entworfen.

Die beiden waren sichtlich erfreut am Einfallsreichtum der Laufenburger Schüler und beteuerten, selten so ausgefallene Entwürfe gesehen zu haben. Jede Klasse einigte sich auf das beste Modell, das dann im Truck von einem 3-D-Drucker hergestellt wurde und als Erinnerung an der Schule bleibt.