Schlangenkapelle im Attental

Einst aus Furcht vor Schlangen errichtet

Gerhard Lück

Von Gerhard Lück

Do, 22. Mai 2014 um 12:41 Uhr

Stegen

Groß war die Freude vieler Wanderer und Pilger, die zum Gottesdienst und zur Maiandacht mit Pater Roman Brud und dem Musikverein Wittetal hinauf zur renovierten Schlangenkapelle gekommen waren, ob ihrer strahlenden Schönheit.

STEGEN. Ungefährliche Ringelnattern und giftige Kreuzottern machten in der Mitte des 18. Jahrhunderts den Bewohnern des Henslehofes und umliegenden Bauerhöfen im Attental das Leben schwer. Sie versprachen in einem Gelübde, eine Kapelle zu Ehren der Jungfrau Maria zu errichten, wenn der Herrgott sie von der Schlangenplage befreite.

Und tatsächlich, die Schlangen blieben künftig dem Hofe fern und die gläubigen Menschen vom Henslehof bauten auf der Höhe unterhalb vom Waseck (641 Meter) aus Holz eine Marienkapelle. Wann genau das geschah, ist unbekannt. Aber am 6. Oktober 1780 erfährt sie in einem Schriftstück der Freiherren von Sickingen eine erste urkundliche Erwähnung.

Vermutlich im Jahre 1882 ersetzt Henslehof-Bauer Karl Thoma (1857-1924) den Holzbau durch eine gemauerte Kapelle. Niederschriften besagen, dass zwei Marienfiguren die Schlangenkapelle zierten: eine rund 50 Zentimeter Madonna mit Jesuskind, auf einer ...

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