Handschrift

Ausverkauf im Fürstenhaus

Wulf Rüskamp

Von Wulf Rüskamp

Di, 10. November 2009 um 01:05 Uhr

Südwest

Das Adelshaus Waldburg-Wolfegg will sich erneut von Kunstwerken trennen. Anders als 2008 soll das Land diesmal nicht übergangen werden. Deshalb wird seit geraumer Zeit über Gemälde und Handschriften im Millionenwert verhandelt.

Wenn sich das Kabinett heute mit dieser Frage befasst, dürfte die Aufregung um eine angeblich bereits verkaufte Handschrift aus dem 15. Jahrhundert gering blieben – Johannes Fürst von Waldburg-Wolfegg hat gestern mitgeteilt, das Buch könne jederzeit besichtigt werden.

Offensichtlich haben das Wissenschaftsministerium und das oberschwäbische Fürstenhaus aus den Querelen vor zwei Jahren gelernt. Damals hatte Johannes Fürst von Waldburg-Wolfegg das mittelalterliche Hausbuch, eine einmalige Darstellung adeligen Alltagslebens, für angeblich 20 Millionen Euro nach Bayern verkauft.
Die Denkmalbehörde war zuvor nicht eingeschaltet worden, obwohl dies nach Ansicht des auch für Kunst ...

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