Großraum Basel

Im Dreiländereck um Basel liegt nach wie vor viel Chemiemüll

Franz Schmider

Von Franz Schmider

Do, 10. Juni 2010 um 12:37 Uhr

Südwest

Chemiemüll im Boden: In mindestens zwölf ehemaligen Kiesgruben oder wilden Deponien im Großraum Basel liegen Abfälle aus der chemischen Industrie, die eine Gefahr sind für das Trinkwasser. Im Kanton Basel-Land entscheiden die Bürger nun in einer Volksabstimmung darüber, ob diese Altlasten geborgen werden sollen.

Klarer kann Wasser gar nicht sein als das, was hier durch die vor knapp 60 Jahren angelegten schmalen Kanäle fließt. Jeder Kieselstein am Grund ist scharf zu sehen, jede Luftperle, die sich an den künstlich angelegten Überläufen bildet, zeichnet sich ab, bis sie sich auflöst. "Das finde ich richtig schön", sagt Martin Forter, der die kleine Exkursion entlang der Sickerbäche und vorbei an Teichen durch den Hardwald bei Muttenz führt. "Überhaupt finde ich die Idee der Grundwasseranreicherung richtig gut." Es sind die einzigen lobenden Worte, die der Journalist und Buchautor an diesem Tag findet. Denn der optische Eindruck trügt, sichtbar ist nur ein oberflächlicher Teil der Wahrheit.

Politischer Streit um die Altlasten
Das Wasser, das hier durch den Wald geleitet wird, sollte eigentlich der Trinkwasserversorgung von rund 200.000 Menschen im Großraum Basel dienen. Deshalb wurden die Kanäle im Wald angelegt, deshalb wird Wasser aus dem Rhein hierhin gepumpt, das zum Teil versickert und dadurch das Grundwasser anreichert. Doch die gute Idee hat einen Haken: Am Rand des Waldes liegen drei stillgelegte Mülldeponien, und darin unter anderem Abfälle aus der chemischen Industrie.

Um diese Altlasten der Chemie ist nun ein heftiger politischer Streit entbrannt. Sichtbares Zeichen sind die Plakate an den Straßenrändern in der Region Basel, die ...

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