BZ-Interview

Psychologe: "Nicht jeder Flüchtling braucht professionelle Hilfe"

Stefan Hupka

Von Stefan Hupka

Di, 05. Dezember 2017 um 10:23 Uhr

Südwest

BZ-Plus Der Psychologieprofessor Jan Kizilhan arbeitet mit traumatisierten Menschen aus Kriegsgebieten. Die BZ sprach mit ihm die Therapie von Flüchtlingen und seine Arbeitsbedingungen.

BZ: Herr Kizilhan, Sie behandeln Flüchtlinge mit Traumata. Was brauchen die?
Kizilhan: Nicht jeder, der aus einem Kriegsgebiet kommt, braucht professionelle Hilfe. Vorsichtig geschätzt trifft dies auf zwanzig Prozent zu.

BZ: Können wir genug Hilfe anbieten?
Kizilhan: Nein, weil wir schon bisher nicht genug Therapeuten für einheimische psychisch Erkrankte haben.

"Das Asylrecht müsste klarer und schneller angewendet werden."
BZ: Müssen Flüchtlinge zurückstehen?
Kizilhan: Nun, wir wollen, dass sie sich schnell integrieren, wenn sie berechtigt sind hierzubleiben, dass sie also in Deutschkurse gehen und eine Arbeit aufnehmen. Aber wie soll jemand, der unter posttraumatischen Belastungsstörungen ...

BZ-Plus-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 5 Artikel kostenlos lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ