Erweiterung

Sutters Lebensmittelmarkt in Buggingen soll wachsen

Volker Münch

Von Volker Münch

Mo, 22. November 2021 um 16:27 Uhr

Buggingen

Der Bugginger Lebensmittelmarkt von Frank Sutter soll um gut 400 Quadratmeter größer werden. Dafür wird der Parkplatz umgestaltet.

Der Edeka-Lebensmittelmarkt in Buggingen soll erweitert werden. Dazu hat der Gemeinderat von Buggingen der Neufassung und der Erweiterung des bestehenden Bebauungsplans "Lebensmittelmarkt" den Weg geebnet. Nun wird der Planentwurf im Zuge der Bürgerbeteiligung im Rathaus ausgelegt. Der Beschluss des Gemeinderates fiel einstimmig aus.

Längst hat sich der Lebensmittelmarkt des Sulzburger Kaufmanns Frank Sutter in Buggingen etabliert. Der bestehende Markt ist seit Ende 2008 in Betrieb und sichert die Nahversorgung der Bugginger Bürger, findet aber auch Anklang bei vielen Konsumenten aus der Umgebung. Nun soll der Lebensmittelmarkt auf der Südseite, dort wo die Parkplätze liegen, erweitert werden.

Zweigeschossiger Anbau

Was sich konkret verändern wird, erläuterte Stadtplaner Philipp Reinders vom Ingenieurbüro FSP Stadtplanung in Freiburg. An der südlichen Front des heutigen Marktgebäudes soll ein zweigeschossiger Anbau entstehen. Damit vergrößert sich laut Reinders die Verkaufsfläche von bisher 1554 auf 1980 Quadratmeter. Im Obergeschoss des Anbaus sollen Büroräume, Schulungsräume, Aufenthaltsräume und sanitäre Anlagen entstehen.

"Wir wollen das Angebot für unsere Kundschaft optimieren und für unsere Mitarbeitende die Arbeitsbedingungen weiter verbessern", erklärte Frank Sutter am Rande der Ratssitzung. Wegen des Anbaus müssen die Stellplatzflächen geändert und teilweise neu geordnet werden. Dazu müsse, so Reinders, ein Teil des Gewässerrandstreifens in Anspruch genommen werden. Hier musste im Zuge der Planung die Situation an dem vorbeifließenden Ehebach anhand der geltenden Hochwassergefahrenkarte untersucht werden.

Dachbegrünung mit doppeltem Effekt

"Der Markt selbst ist von einer Hochwassergefahr nicht betroffen", erklärte der Stadtplaner. Nur ein Teil der Stellplätze könnte von einem nennenswerten Hochwasser betroffen sein, hieß es weiter. Darüber habe man sich mit dem Landratsamt als zuständige untere Wasserbehörde ausgetauscht. Der Anbau erhält eine Dachbegrünung. Von dieser verspricht man sich sowohl einen Beitrag zum Klimaschutz als auch zur Kühlung des Gebäudes. Die Fassade erhält eine Holzverkleidung. Nach einer gutachterlichen Stellungnahme der Stadt- und Regionalentwicklungsgesellschaft von Donato Acocella aus Lörrach sei nicht mit neuen Einflüssen auf die umliegenden Gemeinden zu rechnen, zitierte Reinders aus dem Dokument. Geprüft wurden auch artenschutzrechtliche Belange, die im Ergebnis aber dem Bauprojekt nicht entgegenstehen.

Geringe Auswirkungen auf Pflanzen- und Tierwelt

Hinweise gab es von Landschaftsarchitekt Ralf Wermuth zum Umgang unter anderem mit den vorhandenen Gehölzen. Weil die Inanspruchnahme von neuen Bodenflächen gering ausfällt, bleiben neue Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt als auch auf das Klima überschaubar, so das Fazit des Gutachtens. Die Änderung beziehungsweise die Neufassung des Bebauungsplans wird wegen der Vergrößerung der Verkaufsfläche notwendig, heißt es in der Beratungsvorlage. Weil dieser Prozess vorhabenbezogen ist, übernimmt der Marktbetreiber die entsprechenden Planungskosten.

Der Gemeinderat befürwortete einstimmig die Planungsänderung und die öffentliche Auslegung des Entwurfes sowie die Beteiligung der Behörden. Das Bebauungsplanverfahren erfolgt im sogenannten beschleunigten Verfahren.