Basel

Calixto Bieito inszeniert das Musiktheater "Oresteia"

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 27. März 2017 um 00:00 Uhr

Theater

Die archaische Wucht, mit der Bieito die Stationen der Atriden-Tragödie erzählt, fesselt. Ohne dass die Regie sich in plumpe Aktualisierungen verstrickt, wirkt der Abend aktuell.

Es beginnt wie im Krimi, wie in einem Film noir. Ein Mann fährt ein junges Mädchen in einer Nobelkarosse mit dem berühmten Dreizack im Logo in den Wald; das Mädchen läuft davon, der Mann verfolgt sie, erwischt sie, schultert sie wie ein erlegtes Beutetier. Er hat sie erlegt, nein – geopfert heißt es in der Mythologie. Agamemnon tötet seine Tochter Iphigenie, weil es das Orakel so will. Das Video ist Ausgangspunkt der unendlichen grausamen Geschichte von Mord, Rache und Sühne.

Ausgangspunkt von Calixto Bieitos Inszenierung der "Oresteia" – nach Aischylos und Iannis Xenakis, "in der Spielfassung des Theater Basel". "Merkwürdig, wie eines jeden Menschen Waffen…stets die gleichen bleiben müssen", lässt Christa Wolf die Kassandra in ihrer gleichnamigen Erzählung aufseufzen. Ja, merkwürdig. Mit welchen Mitteln sie ...

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