Oper an der Klagemauer

Die „Königin von Saba“ am Freiburger Stadttheater

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 20. April 2015

Theater

Dr. Freud und die Reise nach Jerusalem: Kirsten Harms inszeniert, Fabrice Bollon dirigiert Karl Goldmarks vergessene "Königin von Saba" am Freiburger Stadttheater.

Selten war die vom Theater Freiburg mit solcher Eindringlichkeit auf einer letzten Programmheftseite verbreitete Botschaft so nah am Stück: "Everyone has a past. Not everyone has a future." Ja, auch diese Oper hat eine Vergangenheit, und zwar bis zur Nazi-Barbarei eine ganz lebhafte. Und ja, um ihre Zukunft sah es bislang eher trist aus. Was indes über die Gegenwart der "Königin von Saba" gesagt werden kann, ist außerordentlich.

Dass es sicher auch andere Gründe neben dem unbegreiflichen Hass des Antisemitismus‘ dafür gibt, dass Karl Goldmarks 1875 in Wien uraufgeführte große, vieraktige Oper derzeit nicht en vogue ist, lässt sich bei der Freiburger Premiere gleichwohl erahnen. Denn bei aller Opulenz und allem Farbenreichtum der Musik spürt man, dass ihr eines fehlt: die Logik musikalischer Entwicklung, die große, übergreifende Form. Der Geiger Goldmark – als ...

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