Rezension

So war die Uraufführung von Hans Thomallas Oper "Kaspar Hauser" in Freiburg

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Mo, 11. April 2016

Theater

Uraufführung von Hans Thomallas Oper "Kaspar Hauser" am Theater Freiburg.

Das Foto, das der Fotograf vor wenigen Wochen via Twitter postete, und das schnell von den Medien aufgegriffen wurde, zeigt ein nacktes Baby kurz nach der Geburt. Es wird vor einem Zelt über schlammigem Boden gehalten und mit Wasser aus einer Plastikflasche gereinigt. "Und das Leben geht weiter in Idomeni", textete Pastor und meinte damit wohl nicht nur das soeben wieder in die Schlagzeilen gekommene Flüchtlingszeltlager, das im März nach anhaltenden Regenfällen im Schlamm unterzugehen drohte.

Das Leben geht immer weiter. Eine Botschaft, die Optimisten und Pessimisten unterschiedlich bewerten. Nachdem die Uraufführung von Hans Thomallas Oper "Kaspar Hauser" unmittelbar zu Ende ist, ahnt man, dass der Satz auch eine Drohung sein kann. Das letzte Bild zeigt die Titelfigur, zum Denkmal aus Schlamm erstarrt, aus ihrem Mund läuft eine unschwer mit Blut zu assoziierende, zähe rote Flüssigkeit. Die menschliche Skulptur auf der Bühne des Freiburger Theaters erinnert in Form und Haltung deutlich an eine der beiden Gestalten von Friedrich Schelles 1981 ...

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