"Oscar und die Dame in Rosa"

Fabrice Bollons Opern-Debüt: Heilung durch Schönheit

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Di, 07. Januar 2014 um 11:37 Uhr

Theater

Hat das Zeug zur Bühnenkarriere: Fabrice Bollons und Clemens Bechtels Familienoper "Oscar und die Dame in Rosa" ist am Theater Freiburg uraufgeführt worden.

Mal angenommen, wir hätten nur noch zwölf Tage zu leben – was stellten wir damit an? Schwierige Frage. Auf die Idee einer fiktiven Lebensbilanz in Briefen an den lieben Gott kämen wir, Hand aufs Herz, wohl eher nicht: jeder Tag = ein ganzes Jahrzehnt. Oder doch? Die Titelfigur in Eric-Emmanuel Schmitts Erzählung "Oscar und die Dame in Rosa" ist erst zehn, umso unwirklicher wirkt das, was dieser todkranke Oscar schreibt und "erlebt" – obwohl die Künstlichkeit und Modellhaftigkeit ganz klar Bestandteil von Schmitts Dramaturgie ist. Man kann gleichwohl seine Schwierigkeiten mit solcherlei "Baukastenphilosophie" haben: Reduktion schürt Halbwissen, und das ist die Quelle des Vorurteils.

Fabrice Bollon muss das gespürt haben, als er Schmitts Büchlein in die Hand nahm. Dass den Freiburger Generalmusikdirektor und Komponisten gerade dies‘ Sujet zu einer eigenen Oper inspirierte, zeugt von der Lust an der Herausforderung. "Oscar und die Dame in Rosa" ist ...

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