"Warten auf die Barbaren" in Freiburg: Allegorische Spiele in der Wüste

Martin Halter

Von Martin Halter

Mo, 27. Januar 2014

Theater

Vernebelungstaktik und schlechte Witze: Thomas Krupa inszeniert am Freiburger Theater "Warten auf die Barbaren".

Am Anfand stehen Finsternis und Blindheit. Der neonblau schimmernde Nebel im Kleinen Haus des Theaters Freiburg wabert so dicht, dass man kaum die Hand vor den Augen sieht, geschweige denn die Höhlenmalereien zähnefletschender Bluthunde und reißender Bestien auf dem Palisadenzaun, der Bühne und Zuschauerraum nach außen verbarrikadiert und nach innen zum Gefängnis macht. Was da zeit- und ortlos in Nacht und Nebel verschwimmt, kann man als Höhle von Neandertalern, als koloniales Fort oder auch als Festung Europa in Erwartung der "Sozialtouristen" deuten. Innen ist jedenfalls außen, die Barbaren, vor denen Oberst Joll warnt, sind wir: Menschen wie der Magistrat, die halbherzig gegen Gewalt, Folter und Erniedrigung protestieren und sich allenfalls in Träumen und Gesten hilflosen Mitleids zu Zivilcourage und praktizierter ...

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