Gemeinden sollen frei über das Stromnetz bestimmen dürfen

Titisee-Neustadt will neues Gesetz beeinflussen

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Fr, 05. Februar 2016 um 18:00 Uhr

Titisee-Neustadt

Michael Sladek lehnt sich entspannt zurück. Dem Stromrebellen aus Schönau steht die Genugtuung ins Gesicht geschrieben. Die Energieversorgung Titisee-Neustadt (EVTN) ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Denn während die juristische Auseinandersetzung mit dem Kartellamt über das Ausschreibungsverfahren zur Übernahme des Stromnetzes auf unabsehbare Zeit ruht, ist das Netz endgültig in das Eigentum der EVTN übergegangen.

TITISEE-NEUSTADT. Gleichzeitig kämpft man jetzt um eine Gesetzesänderung zugunsten der Kommunen. Das bedeutet, so folgern es Sladek, der dem Aufsichtsrat angehört, EVTN-Geschäftsführer Andreas Graf, Bürgermeister Armin Hinterseh und Anwalt Dominik Kupfer, dass die EVTN endlich voll einsteigen kann in das Geschäft als Stromversorger.

Sie sind zuversichtlich, dass es jetzt leichter gelingen wird, in Titisee-Neustadt Kunden zu gewinnen. Denn, so Graf, das wurde doch von den Bürgern immer angeführt: Dass man ja nicht weiß, ob die EVTN im Rechtsstreit den Kürzeren zieht. Deshalb liegt aus seiner Sicht der Kundenstamm im Jahr vier nach der Gründung bei 700 von 8500 Haushalten, "erst", wie er sagt. Und mit der Sicherheit im Rücken kann die EVTN jetzt auch vertrauensvoll ins eigene Unternehmen investieren. Im Herbst soll im Gewerbegebiet auf den Schlossäckern ein Betriebsgebäude begonnen werden, im Frühjahr ...

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