Städl Museum

"Tizian und die Renaissance in Venedig"– Farben und Körper

Christian Gampert

Von Christian Gampert

Mo, 18. Februar 2019 um 20:03 Uhr

Kunst

Das Frankfurter Städel untersucht in einer groß angelegten, mit exquisiten Leihgaben bestückten Ausstellung "Tizian und die Renaissance in Venedig".

Auf Giorgio Vasari (und Ludovico Dolce) geht die Unterscheidung von "disegno" und "colorito" zurück. Disegno, die Zeichnung, steht im künstlerischen Aufbruch des 15. Jahrhunderts für Florenz, "colorito", die Farbgebung, für Venedig. Die Florentiner Künstler der Renaissance waren stark an der Skizze, an den Konturen von Körpern, Szenen und Landschaften interessiert und destillierten daraus auch in ihren Gemälden eine neue, an die Antike angelehnte Realistik, manchmal auch ein Ideal. Die Venezianer dagegen machten alles mit der Farbe und der Lichtwirkung, rauschhafter und ausladender auch in den religiösen Themen.

Verwunderlich ist das nicht, denn die Seefahrer- und Handelsmetropole importierte allerlei Tinkturen und Pigmente, die für feinste Farbnuancen sorgen konnten. Es gab in Venedig sogar den sehr ehrbaren Beruf des Farbenhändlers; Tizian, neben Giorgione und dem gemeinsamen Lehrer Giovanni Bellini der Star der ersten ...

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