Tote und Zerstörung statt Fest der Hoffnung

Willi Germund

Von Willi Germund

Di, 23. April 2019

Ausland

Am Ostersonntag erschütterte eine Terrorwelle den Inselstaat Sri Lanka / Fast 300 Menschen starben / Über die Hintergründe ist noch wenig bekannt.

Die Fernsehbilder waren schwer zu ertragen. Die schwarze Hose, die ein Kirchgänger zum Ostergottesdienst in der Sebastians Church, im Viertel Negombo in Sri Lankas Hauptstadt Colombo übergezogen hatte, war blutdurchtränkt. Der Oberkörper hing wie künstlich drapiert über eine Kirchbank. Neben dem Toten, so berichteten es lokale Medien, fanden die ersten Retter weitere Tote, vom Staub überdeckt. Einige hielten dabei noch das Gebetsbuch in der Hand. Durch das zertrümmerte Dach schien am Sonntagmorgen die Sonne auf blutbeschmierte Kirchensäulen, zu Kleinholz zersplitterte Gebetsbänke und verzweifelt weinende katholische Priester, deren Ostergottesdienst der Hoffnung plötzlich in einem der schlimmsten Blutbäder in der Geschichte Sri Lankas endete.

Auf 8:45 Uhr blieben am Sonntag die Zeiger der Kirchenuhr stehen, als der erste von acht Sprengstoffanschlägen auf jähe Art die Illusion von friedlichem Zusammenleben zerstörte, die ...

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