Corona-Impfung

Trotz Impfverweigerung kann man seiner Verantwortung nachkommen

Jürg Fischer

Von Jürg Fischer (Freiburg)

Sa, 07. August 2021

Leserbriefe

Zu: "Egoismus einer Minderheit", Tagesspiegel von Sebastian Kaiser (Politik, 26. Juli)

Was ein Egoist aus der Minderheit so denkt: Ich gehöre zu der gar nicht so kleinen "radikalen Minderheit", die möglicherweise durch Impfverweigerung dazu beiträgt, die lebensrettende Herdenimmunität zu verzögern. Sollte ich nun zwangsweise der Impfung zugeführt werden? Ich anerkenne die Gefahr durch Viren wie Sars-CoV-2 und halte Vorschriften wie das Maskentragen und andere Hygienemaßnahmen für angemessen. Auch bin ich bereit, als Ungeimpfter medizinisch begründete Nachteile im Alltagsleben in Kauf zu nehmen. Doch die Grenze des Zumutbaren wird aus meiner Sicht dann überschritten, wenn Zwangsmaßnahmen durchgesetzt werden, die nicht medizinisch begründet sind, sondern nur das Ziel verfolgen, Impfverweigerer zu sanktionieren, um sie gefügig zu machen.

Ich werde mich nicht impfen lassen, weil ich so sehr unter den Nebenwirkungen der Produkte der Pharmaindustrie zu leiden hatte und habe, dass ich seit Jahren meinem Körper keinerlei schulmedizinische Produkte zumute. Ich meine nun, dass ich trotz Impfverweigerung in angemessener Weise meiner Verantwortung nachkomme. Sorgfältige Beachtung der Hygienemaßnahmen, Verzicht auf Fernreisen, regelmäßige Corona-Tests. In dem schwierigen Balanceakt zwischen der Wahrung der Grundrechte und dem Gesundheitsschutz sollten wir nicht den massiven Interessen der Pharmaindustrie das Feld überlassen. Jürg Fischer, Freiburg