Handball

TuS Ringsheim: Ein junges Team mit Potenzial

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Mo, 28. September 2020 um 21:07 Uhr

Landesliga Nord

Mit dem neuen Trainer Kim Kursch will sich der TuS Ringsheim in der Nordstaffel der Handball-Landesliga behaupten.

. Die Landesliga-Handballer des TuS Ringsheim stehen vor einer Saison, die viele offene Fragen mit sich bringt. Das hat einerseits mit der Pandemie, aber auch mit der Qualität der Konkurrenz und der damit verbundenen eigenen Einordnung zu tun. Neu ist der Trainer. Der 37 Jahre alte Kim Kursch, zuletzt Coach des Bezirksligisten TuS Oppenau, hat die Nachfolge von Benjamin Michel angetreten.

Vor dieser Saison sind die Ringsheimer von der Süd- in die Nordstaffel migriert. Nachdem die Wertung der vergangenen Runde durch den südbadischen Handballverband veröffentlicht worden war, stellte der TuS den Antrag auf einen Wechsel, welcher positiv beschieden wurde, was sehr begrüßt wurde – vor allem der vielen Derbys und der kürzeren Wege wegen. Die vergangenen Saison sah den TuS bei deren Abbruch auf dem siebten Platz unter 14 Teams in der Südstaffel, mit 21:17 Punkten aus 19 Partien.

Kim Kursch wirkte drei Jahre beim TuS Oppenau, fünf Jahre bei der Kehler Turnerschaft/HSG Hanauerland und davor als Co-Trainer beim TV Oberkirch. Man sei überzeugt, mit Kursch eine "längerfristige Lösung gefunden zu haben, da er auch menschlich gut in den Verein passt", hieß es in einer Pressemitteilung des TuS. Kursch betrachtet seine neue Aufgabe, die er zusammen mit Co-Trainer Uwe Kölblin bewältigen will, als sehr reizvoll.

Der Kontakt nach Ringsheim entstand über den langjährigen TuS-Trainer Heiko Rogge, mit dem Kursch befreundet ist. Der neue Coach hat sich ein paar Spiele der vergangenen Runde angeguckt, sich bei Rogge Rat geholt, und dabei einen guten Eindruck gewonnen: "Das ist ein sehr junges Team, das man formen kann, mit Spielern, die gut ausgebildet sind. Da war für mich relativ schnell klar, dass ich diese Aufgabe übernehmen wollte."

Die Frage, sich nach dem Staffelwechsel stellt: Wie stark sind Nord- und Südstaffel im Vergleich? "Von den letzten sieben Jahren habe ich sechs in der Landesliga Nord verbracht, deshalb kenne ich die relativ gut. Ich halte die Nordstaffel schon für stärker, zumindest im Durchschnitt." Bliebe noch die Frage nach der Gruppeneinteilung innerhalb der Nordstaffel. Die Ringsheimer finden sich in Gruppe 2, zusammen mit SG Scutro, HSG Ortenau Süd, SV Zunsweier, HSG Hanauerland sowie den Reserven aus Hofweier, Altenheim und Schutterwald.

"Wir haben die deutlich schwerere Gruppe erwischt. Das haben Viele vor mir auch schon gesagt. Die Aufsteiger aus Altenheim und Zunsweier sind zu beachten, die beiden Aufstiegsfavoriten überhaupt sind für mich Hanauerland und Scutro. Hanauerland hat sich mit vielen ehemaligen Drittligaspielern verstärkt, zudem haben sie einen Pool aus französischen Spielern. Die SG Scutro hat sich mit Robin Dittrich verstärkt," sagt Kursch.

Danach gebe es fünf Teams, die auf einem Niveau anzusiedeln seien. "Dazu gehören auch wir." Lediglich die Reserve des HGW Hofweier II falle wohl etwas ab. "Ansonsten ist da ein ausgeglichenes Niveau vorhanden, so dass wir Woche für Woche ans Maximum gehen müssen, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben," so der neue Trainer. Eindeutig verstärkt wurde der Ringsheimer Kader mit Timo Grafmüller, Valentino Volz und Daniel Blum. Zudem blieb das Teamgefüge zusammen, zu welchem wichtige Akteure wie Daniel Walter, Thomas Kölblin, Maxi Jägle und Jan Schlötzer zu zählen sind.

Das Saisonziel? "Für die Entwicklung der jungen Spieler wäre es unfassbar wertvoll, in die Meisterrunden zu kommen. Aber ich halte mich mit Prognosen zurück. Was passiert, wenn man einen Covid-Fall in der Mannschaft oder in deren Umfeld hat?", fragt Kursch.

Wie viele Handballfans können künftig maximal in der Ringsheimer Kahlenberghalle bei den Landesliga-Heimspielen zusehen? Johannes Kaufmann, der Abteilungsleiter, nennt nach den Konsultationen mit der Gemeinde eine sehr überschaubare Zahl: "Wir planen mit 68 Zuschauern."

Der Kader – Tor: Daniel Walter, Tobias Blust, Jonas Chaloupka, Simon Person;

Feld: Maxi Jägle, Daniel Blum, Valentino Volz, Niclas Mix, Sebastian Ohnemus, Tim Haubner, David Kaufmann, Fabian Reiner, Florian Lindemann, Thomas Kölblin, Jan Schlötzer, Simon Heim, Timo Grafmüller, Sascha God, Oliver Muttach.
Zugänge: Daniel Blum (TB Kenzingen), Timo Grafmüller (SG Köndringen/Teningen), Valentino Volz (zuletzt TuS Oberhausen), Oliver Muttach, Tim Haubner (eigene Jugend).
Abgänge: Max Mutschler (TV Herbolzheim), Michael Fedorov (TB Kenzingen).