Ulbrichts Ausrufezeichen im Saisonfinale

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 31. März 2021

Snowboard

Snowboardcrosser Leon Ulbricht aus Lörrach gewinnt Bronze bei der deutschen Meisterschaft.

(BZ). Es war ein illustres Feld, das sich im Crosspark Reiteralm im Salzburger Land versammelt hatte. Eine Reihe international erfahrener Snowboardcrosser, von denen der eine oder andere schon eine Medaille bei der Weltmeisterschaft, gar bei Olympia gewonnen hat. Und mittendrin: Leon Ulbricht vom SC Rötteln, gerade mal 16 Jahre alt.

Im Nations-Cup-Rennen war der Lörracher der mit Abstand Jüngste in den Top 20, sogar den wohl besten deutschen Boardercrosser und zweimaligen Olympiateilnehmer Paul Berg (29, SC Konstanz) ließ er hinter sich. Ulbrichts Lohn: Bronze bei der deutschen Meisterschaft, die in das Nations-Cup-Rennen in Österreich integriert war.

Bei besten Bedingungen war Ulbricht als 20. der Qualifikation souverän in das Achtelfinale eingezogen, wo der Youngster auf der Abfahrtsstrecke überraschte. In seinem Lauf kam er hinter dem WM-Sechsten Paul Berg als Zweiter ins Ziel, wodurch der Niederländer Glenn de Blois (25), der im Januar seinen ersten Weltcup gewann und dort Vierter im Endklassement wurde, ebenso das Nachsehen hatte wie der 21-jährige Ukrainer Pavlo Malovannyi.

War Ulbricht eine Woche zuvor bei der Junioren-WM in Krasnojarsk, Russland, das Viertelfinale nach einem Sturz noch verwehrt geblieben, kämpfte er nun um einen Halbfinalplatz. Als Dritter hinter den Weltcup-Fahrern Julian Lüftner (28, Österreich) und Radek Houser (24, Tschechien) schied der 16-Jährige aus, blieb indes vor dem gestürzten Berg.

Als Gesamtzwölfter und drittbester der zwölf deutschen Starter sicherte sich Ulbricht im Saisonfinale DM-Bronze – der bisher größte Erfolg des Lörrachers. Den Titel gewann erstmals Martin Nörl (27, Adlkofen), der WM-Fünfte verwies seinen Weltcup-Teamkollegen Leon Beckhaus (23, Miesbach) auf Rang zwei.