Risiko-Gebiete

Unmut über drohende Quarantäne für Nationalspieler in der Bundesliga

dpa

Von dpa

Do, 01. Oktober 2020 um 07:33 Uhr

SC Freiburg

In der Bundesliga wächst der Unmut über drohende Quarantäne-Fälle wegen absehbarer Reisen der Profis in Corona-Risikogebiete für Länderspiele. Auch beim SC Freiburg ist man sauer.

Das berichtete der kicker in seiner Donnerstags-Ausgabe. "Für mich ist es ein Unding, Spieler in Risiko-Gebiete zu schicken. Es ist Aufgabe der FIFA, diese Partien entweder zu verlegen oder sicherzustellen, dass die Spieler nach ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne müssen", sagte Manager Stefan Reuter vom FC Augsburg demnach. "Es kann nicht sein, dass wir Spieler abstellen, die danach für uns Clubs in der Bundesliga nicht einsatzfähig sind", sagte Sportvorstand Jochen Saier vom SC Freiburg.

Vor den Länderspielen im September hatte der Fußballweltverband die Abstellungspflicht gelockert und Vereinen damit die Möglichkeit gegeben, sich gegen die Abstellung von Spielern zu wehren, deren Nationalmannschaften in Risiko-Gebieten spielten. Bislang hoffen die Vereine auf ein solches Signal vor den anstehenden Partien im Oktober vergeblich.

Der südamerikanische Verband Conmebol berichtete zuletzt, er habe von der FIFA entsprechende Zusagen erhalten, dass die in Europa spielenden Brasilianer, Argentinier und andere Profis des Kontinents zu ihren Teams reisen müssen. Der Start für die WM-Qualifikations- Partien in Südamerika ist für den 8. und 13. Oktober vorgesehen.

Auch die deutsche Nationalmannschaft spielt am 10. Oktober in der Ukraine in einem von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuften Land.