13000 Euro Spende

Verein Afridunga kann sich auch in Corona-Zeiten auf die Hilfe der Kaufmännischen Schulen Offenburg verlassen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 22. Januar 2021 um 08:30 Uhr

Offenburg

Auch ohne den traditionellen großen Weihnachtsbasar konnten die Kaufmännischen Schulen 13 000 Euro für den Förderverein "Afridunga" sammeln . Das Geld kommt Waisenkindern in Kenia zugute.

Mehr als 400 000 Euro für den guten Zweck sind in 36 Jahren beim Weihnachtsbasar der Kaufmännischen Schulen Offenburg zusammengekommen. 2020 fiel das unter dem Motto "Helft uns Helfen" ausgerichtete Schul-Großprojekt den Corona-Einschränkungen zum Opfer. Geholfen wurde dennoch: Der Förderverein Afridunga mit Sitz in Hohberg kann sich über 13 000 Euro Unterstützung freuen. Das Geld kommt laut dem Afridunga-Vorsitzenden Daniel Knäble dem Waisenhaus des Vereins in Kenia zugute.

Veranstaltungen zugunsten Afridunga mussten wegen Corona ausfallen. Daniel Knäble zeigt sich in einem Jahresrückblick umso dankbarer, dass auf die Schulgemeinschaft der Kaufmännischen Schulen in Offenburg Verlass war. Zahlreiche Ausbildungsbetriebe, Schülerinnen und Schüler, Eltern, aktive und ehemalige Kolleginnen und Kollegen sowie Beschäftigte der Verwaltung hätten dazu beigetragen, dass der Förderverein 13 000 Euro als Unterstützung für ein Waisenhaus in Kenia erhalten konnte. Knäble versichert, dass jeder Cent ohne Abzug dem Projekt am Victoriasee zugute kommt. Der gemeinnützige Förderverein arbeite ehrenamtlich, ohne Verwaltungskosten und ohne Aufwandsentschädigungen.

"Wegbereiter auf Augenhöhe"

"Der Förderverein Afridunga versteht sich als Wegbegleiter von Menschen und nachhaltigen Bildungs- und Entwicklungsprojekten auf Augenhöhe und will einen persönlichen, wenn auch bescheidenen Beitrag zu einer intensiveren interkulturellen Zusammenarbeit, gegenseitigen Toleranz, besseren Völkerverständigung und freundschaftlicher Beziehung zwischen Afrika und Europa leisten", schreibt Knäble. In enger Zusammenarbeit mit dem kenianischen Projektpartner und Waisenhaus "Sheryl’s Orphans Children Home" sollen die rund 300 Waisenkinder am Victoriasee auf ihrem Weg Richtung Selbständigkeit begleitet und ihnen ein Schulabschluss als Grundlage einer späteren Berufsausbildung ermöglicht werden.

Erfreulich ist laut Knäble, dass nach schwierigen Monaten seit Januar 2021 der Kindergarten und die Schule wieder geöffnet seien. Die bisherigen und geplanten Baumaßnahmen ermöglichten zahlreichen Handwerkern, Mitarbeitern und deren Familien Arbeit und ein gesichertes Einkommen. Das gelte auch für die Ausstattung der Klassenzimmer, der Bibliothek und des Computerraumes. Die tägliche Versorgung der mehr als 300 Kinder mit Nahrungsmitteln garantiere Fischern und Bauern der Region eine wichtige Einnahmequelle. Alle Lebensmittel – Mais, Reis, Bohnen, Obst – würden vor Ort gekauft.

Auch durch den Erwerb von Lehr- und Lernmaterialien, insbesondere Schulbüchern, bleibe die Wertschöpfung in Kenia. Dies gelte auch für die medizinische Grundversorgung. In den zurückliegenden zehn Jahren habe Afridunga mit mehr als 400 000 Euro eine Anschubfinanzierung zur Selbsthilfe für den Aufbau des Kindergartens und der allgemeinbildenden achtjährigen Grundschule zur Verfügung gestellt. Aktuell gehe es um mögliche Unterstützung für die Schülerinnen und Schüler, die Ende des Jahres 2021 als erste Klasse ihren Schulabschluss erhalten werden. Eine wertvolle Hilfe für den Einstieg in die berufliche Bildung könnte eine größere Unterstützung von der Pro-Win-Stiftung werden. Bei einem bis Ende 2020 stattgefundenen Voting für förderungswürdige Projekte habe Afridunga insbesondere auch Dank des großen Engagements der gesamten Schulgemeinschaft der KSOG Rang drei belegt und könne somit mit einem größeren, mehrjährigen Zuschuss rechnen.

Info: Informationen zu Afridunga unter www.afridunga.de