Schule

Versucht wird da wohl ein Spagat

Johannes Baier (Renchen-Ulm)

Von Johannes Baier (Renchen-Ulm)

Mi, 17. Februar 2021

Leserbriefe

Zu: "Bequem ist nicht mein Credo", Interview von Axel Habermehl und Roland Muschel mit Susanne Eisenmann (Politik, 6. Februar)

Mit Verwunderung muss ich zur Kenntnis nehmen, dass Frau Eisenmann (CDU) die Öffnung zu Kitas und Grundschulen im Interview verteidigt. Denn als Familienvater, der dies herbeigesehnt hat, folgte ich der Argumentation mit Spannung.

Dennoch wurde die versprochene Öffnung in letzter Minute abgesagt. Nun mag jeder einzelne dazu stehen, wie er will, aber von einer zuständigen Ministerin und Spitzenkandidatin der CDU würde ich erwarten, dass sie klar Stellung bezieht. Das, was ich aber lese, ist eine Erklärung, warum man die Kitas und Schulen öffnen müsste, und was ich in der Praxis erlebe, ist deren Schließung.

Was denn nun? Versucht wird offenbar ein Spagat: Mit der weiteren Schließung sollen sowohl die Lockdown-Befürworter erreicht und Linientreue bewiesen werden. Auf der anderen Seite will man sich mit den Ausführungen als Held der Familien und Kindern darstellen. Beim besten Willen: Beides wird nicht gelingen – und ist zudem durchschaubar.
Johannes Baier, Renchen-Ulm