Vierschanzentournee notfalls ohne Fans

Andreas Strepenick

Von Andreas Strepenick

So, 04. Oktober 2020

Skispringen

Das Traditionsevent soll auf jeden Fall stattfinden.

Die Veranstalter der 69. Vierschanzentournee wollen das Highlight des Wintersports auf jeden Fall über die Bühne bringen – notfalls ohne oder mit nur sehr wenigen Zuschauern. Lediglich für den Auftakt-Wettkampf der Skispringer am 29. Dezember in Oberstdorf startete am vergangenen Donnerstag der Kartenvorverkauf. 2500 Sitzplätze sollen in der Allgäu-Arena besetzt werden dürfen – vorausgesetzt, die Entwicklung der Corona-Pandemie lässt das zu. Normalerweise kommen 25 000 Fans ins Stadion.

Für die Folge-Wettkämpfe sind noch gar keine Tickets erhältlich. Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen wollen frühestens im Oktober und nötigenfalls ganz kurzfristig entscheiden, ob sie Zuschauer zulassen.

"Oberste Priorität hat die erfolgreiche Austragung der Tournee", sagte ihr Präsident Johann Pichler aus Bischofshofen. Die Vierschanzentournee ist das am meisten beachtete Ereignis des Sports zwischen den Jahren. Sie garantiert den TV-Sendern über jeweils zwei Tage hinweg an vier Standorten hohe Einschaltquoten in ganz Europa und vielen anderen Ländern, in denen es Wintersport gibt.

Aber nicht nur die Skisprung-Fans vor Ort werden mit starken Einschränkungen rechnen müssen. Der sogenannte Tournee-Tross soll diesmal extrem verkleinert werden. "Normalerweise haben wir bis zu 7000 akkreditierte Personen im Rahmen einer Tournee", erläuterte ihr Präsident Pichler. "Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie wird sich diese Zahl auf maximal 1500 Personen reduzieren." Diese Einschränkungen sollen alle Bereiche treffen, also Teams, Funktionäre, freiwillige Helfer, aber auch Printmedien und TV-Anstalten. "Nur so können wir an allen Orten die Abstandsregeln einhalten", so Pichler.