Vom Korn bis zum Brot

Monika Weber

Von Monika Weber

Sa, 11. November 2017

Anzeige Bäckerei Trefzger, Schopfheim.

Auf einer Welle der Begeisterung schwebt die Bäckerei und Konditorei Trefzger seit einem Bericht in der New York Times 2014. Nicht nur die amerikanische Journalistin war angetan vom Geschmack des Schwarzwälder Bauernbrotes und den anderen Köstlichkeiten, die Fritz Trefzger mit seinem 28-köpfigen Team im Schopfheimer Pflughof herstellt und verkauft. Das Getreide stammt aus der Region und das Demeter-Getreide zu 80 Prozent vom Hof Dinkelberg. Beim dortigen Hoffest kann man die Körner aussäen und später dann vom ausgesäten Getreide das Brot kosten. Auch alte Getreidesorten lässt Fritz Trefzger wieder aufleben. So gibt es das liebevoll bezeichnete s’ Emmeli mit dem Urgetreide Emmer und demnächst wird auch Einkorn das Sortiment erweitern, sobald die erste Aussaat herangereift und geerntet ist. "Von Anfang bis zum Schluss ist das unser Produkt", sagt er stolz. Die verwendeten Sorten beim Weizen, Roggen und Dinkel haben auch nichts mit dem in Verruf geratenen hochgezüchteten Weizen gemein, so dass man auch Trefzgers Weizenprodukte weiterhin genießen kann. "Das ist eine richtige Wissenschaft", stellte eine Praktikantin unlängst fest . Wer einmal die Vielseitigkeit des Berufes kennengelernt hat, den lässt es nicht mehr los, so dass viele Praktikanten eine Ausbildung oder sogar ein Studium folgen lassen.