VOR DEM ANWURF

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Von Quirin Laun & Toni Nachbar

Fr, 06. März 2020

Südbadenliga

OBERLIGA MÄNNER

TV Weilstetten – SG Köndringen-Teningen. Vier Siege in Folge, viertbeste Rückrundenmannschaft und der Sprung auf Platz sechs der Tabelle: Es könnte derzeit kaum besser laufen für die SG. Die akribische und vermittelnde Art des Interimstrainers Manfred Chaumet trägt Früchte. Allerdings ist auch Weilstetten in guter Verfassung und seit drei Spielen ungeschlagen.

SÜDBADENLIGA MÄNNER

HGW Hofweier – SG Köndringen-Teningen II. Für die zweite Mannschaft der SG geht es hingegen in Hofweier um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Denn das Team von Trainer Robert Korb steht derzeit auf dem elften Rang, was wohl den Relegationsplatz bedeuten würde. Beim Tabellendritten braucht es jedoch schon einen Sahnetag, wenn Punkte mitgenommen werden sollen.

HTV Meißenheim – HSG Freiburg. Die junge Mannschaft der HSG Freiburg steht mit dem Rücken zur Wand und auf dem vorletzten Tabellenplatz. Gegen den direkten Abstiegskonkurrenten muss ein Sieg her, um in der Tabelle nicht den Anschluss zu verlieren. Trainer Maximilian Wachter muss jedoch einige Ausfälle verkraften und sagt: "Es wird sich zeigen, inwieweit die A-Jugendspieler mit der Verantwortung umgehen können."

TV Herbolzheim – TuS Helmlingen. Nach dem wichtigen Sieg vergangene Woche gegen Sinzheim erwartet Mirko Reith ein "Vier-Punkte-Spiel" am Samstagabend um 20 Uhr gegen Helmlingen: "Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen. Helmlingen lebt von schnellem Spiel, wir wollen sie in den Positionsangriff zwingen und die Punkte zuhause behalten."

TuS Oberhausen – HC Elgersweier. "Wir hoffen auf eine volle Halle, es wird eine richtungsweisende Partie. Wir wollen den letzten Tabellenplatz unbedingt verlassen, personell haben wir kaum Ausfälle zu beklagen", blickt Oberhausens Kapitän Florian Stern voraus.

SÜDBADENLIGA FRAUEN

TS Ottersweier – HSG Freiburg II. Nach der knappen 28:30-Niederlage gegen Kappelwindeck/Steinbach II steht für die Freiburger Mannschaft von Kathrin Disch am Samstag die nächste Auswärtspartie an. Diesmal gastiert das junge Team beim Tabellenneunten Ottersweier, gegen den es im Hinspiel einen klaren 33:21-Sieg zu feiern gab.

LANDESLIGA MÄNNER

TB Kenzingen – SG Schenkenzell/ Schiltach. Der Kenzinger Trainer Florian König sinnt im Heimspiel, Samstag, 20 Uhr, gegen die Schwarzwälder auf Revanche: "Im Hinspiel haben wir gegen die SG sehr schlecht ausgesehen und hoch verloren. Diesmal wollen wir gewinnen." Vor einer leichten Aufgabe aber steht der TB nicht, der sich auf einen athletischen Gegner mit guten Einzelspielern wie Marian Thau (Außen) und Matthias Süßer (Rückraum) einstellt. "Wir sind nach der Fasnachtspause aber gut vorbereitet", sagt Trainer König.

HG Müllheim/Neuenburg – SG Waldkirch/Denzlingen. Nach der knappen Niederlage bei der SG Schenkenzell/Schiltach steht die heimische HG am Samstag, 20 Uhr, gegen die Elztäler arg unter Erfolgsdruck. Deshalb ist auch SG-Trainer Ivan Mlinarevic überzeugt, dass seine Mannschaft eine komplizierte Aufgabe lösen muss: "Müllheim/Neuenburg braucht die Punkte dringend im Abstiegskampf. Das ist aber keine schlechte Mannschaft, sondern leidet in dieser Saison wie wir unter Verletzungspech."

TV Ehingen – HU Freiburg. Es wäre das Landesliga-Spitzenspiel schlechthin, hätte nicht die Handball-Union Freiburg an der Tabellenspitze bereits diesen Neun-Punkte-Vorsprung. HU-Coach Jonas Eble hat die Ehinger bei ihrem letzten souveränen Auswärtssieg in Waldkirch beobachtet und ist voll des Lobes: "In dem über zwei Meter großen Lukasz Stodtko besitzen sie in der Abwehr einen schwer zu überwindenden Spieler, im Angriff ist er zudem wurfgewaltig. Zusammen mit dem jungen Julian Küchler und Jonas Schmidt bildet er einen starken Rückraum. Hinzu kommt mit Filip Galic ein Außen mit Qualität." Dennoch: Die HU kann in Ehingen befreit aufspielen, der Druck lastet auf dem um den zweiten Platz kämpfenden Gastgeber.

LANDESLIGA FRAUEN

TB Kenzingen – SG Köndringen-Teningen. Das Derby-Hinspiel konnten die Kenzingerinnen knapp gewinnen. Nun sagt TB-Trainerin Carina Baab, sie erwarte im Heimspiel am Samstag, 18 Uhr, einen "Pflichtsieg", obwohl sie vermutlich auf drei Spielerinnen krankheitsbedingt verzichten muss. Die SG indes kommt selbstbewusst nach Kenzingen, gelang dem Team von Trainer Michael Bühler doch ein beachtliches 22:22-Unentschieden gegen den souveränen Tabellenführer HSG Mimmenhausen/Mühlhofen. Bühler: "Ein Derby gegen Kenzingen ist schon ein besonderes Spiel, einen Favoriten gibt es nicht, die Chancen stehen 50:50."

TV Engen – SG Waldkirch/Denzlingen. Ein eminent wichtiges Kellerduell. Die SG knabbert an einer Heimniederlage gegen Hornberg/Lauterbach/Triberg und ist beim Schlusslicht zum Punkten verdammt: "Das wissen meine Spielerinnen", sagt SG-Coach Fabian Strübin. Er hat sich das letzte Spiel der Gegnerinnen (21:24 in Freiburg-Zähringen) angeschaut und sagt über den TV Engen: "Eine Mannschaft, die defensiv und hart verteidigt und im Angriff fast ausschließlich auf das Spiel Eins-gegen-Eins setzt.". Das große Problem der SG ist aber das strenge Harzverbot in Engen: "Das macht die Würfe und das Mitnehmen des Balles viel komplizierter. Wir haben diese Woche ohne Haftmittel trainiert, aber das Harzverbot ist der Vorteil der Engenerinnen, die bisher alle ihre Punkte in der eigenen Halle geholt haben."

ESV Freiburg – TSV Alemannia Freiburg-Zähringen. Der etwas überraschende Auswärtssieg des ESV in Steißlingen hat Eindruck gemacht auf die Spielerinnen der Alemannia. Für diese geht es im Stadtderby in der Wentzinger-Sporthalle am Samstag, 19.30 Uhr, um enorm viel, nur ein Coup gegen den Favoriten würde die schlechten Karten der Zähringerinnen im Kampf um den Klassenerhalt verbessern. Obwohl hinter dem Einsatz der TSV-Spielerinnen Jana Knupfer, Anika Plötze und Anna Hofmann ein Fragezeichen steht, verspricht ihr Trainer Stefan Knupfer dem Stadtrivalen einen großen Fight. Sein Pendant beim ESV, Manuel Majocchi, rechnet mit einer vor allem in der Abwehr starken Alemannia und fordert von seinen Spielerinnen höchste Konzentration: "Das wird für uns vor allem eine Kopfsache." Im Hinspiel überrollten die Eisenbahnerinnen die Alemannia und gewannen 28:17.

SG Gutach/Wolfach – HSG Freiburg III. Nach der knappen Auswärtsniederlage beim SV Allensbach III steht das derzeit auf dem neunten Rang platzierte dritte Team der HSG im Schwarzwald unter Druck: "Es wird für uns aber sehr schwer werden, denn wir haben viele Ausfälle – bedingt durch Verletzungen, Krankheit und beruflichen Termine", sagt HSG-Spielertrainerin Melanie Fanz. Trotzdem wollen die abstiegsgefährdeten Freiburgerinnen kämpferisch und spielerisch alles aufbieten, um wertvolle Punkte für das Ziel Klassenerhalt zu holen.