Biblische Figuren erzählten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 14. Juni 2019

Waldkirch

Geschichten um die Bläsikapelle / Der Mandolinenverein Kollnau-Gutach spielte im Gottesdienst.

WALDKIRCH-KOLLNAU. Auch beim diesjährigen Benefizkonzert zum Sonntagabend war die Blasiuskapelle im Kohlenbach wieder gut gefüllt. Dieses Mal war der Mandolinenverein Kollnau-Gutach unter der Leitung von Katsia Prakopchyk zu Gast. Eigens für den Anlass hatte man sowohl ein Ensemble als auch ein Programm zusammengestellt, wofür es verdientermaßen viel Applaus gab. Bei schönstem Wetter schloss sich auf das Konzert noch ein Umtrunk auf dem Kapellenplatz an.

Sie sind wohl kein Geheimtipp mehr, die Benefizkonzerte des Freundeskreises Bläsikapelle, die zugunsten des kleinen Gotteshauses am Eingang zum Kohlenbach gegeben werden. Zahlreiche Besucher kamen, denen Christoph Merz im Namen von Freundeskreis Bläsikapelle und Stadtpfarrer Thomas Braunstein für ihr zahlreiches Erscheinen dankte. Dabei lenkte er ihre Aufmerksamkeit auf das Licht, das so reizvoll in die Kapelle fiel und ihr Glanz verlieh.

Für musikalische Glanzlichter sorgte an dem Nachmittag der Mandolinenverein. Dieser hatte sich ein Programm überlegt, das ganz speziell auf anlass und Kapelle zugeschnitten war. Es begann mit der Jahreszahl 1752, die am Türsturz des Seitenportals eingemeißelt zu sehen ist, aber auch für den Übergang von Barock zur Klassik steht, wie Reinhard Eble, der für den Mandolinenverein durchs Programm führte, erläuterte. Just in diese Zeit fällt die Entstehung der Sonate Nr. 6 von Valentin Roeser. Schon nach den ersten Takten war zu spüren, wie das Publikum intensiv zuhörte. Das Mandolinenensemble war von Anfang an konzentriert und zog seine Zuhörer mit gefühlvollem und professionellen Vortrag in seinen Bann.

Was mag die Kapelle in ihrer Geschichte schon erlebt und gesehen haben? Freudige Ereignisse wie Hochzeiten, die Schrecken der Weltkriege oder der Wandel des ländlichen Lebens waren einige der Themen, die der Mandolinenverein in sein kurzweiliges Programm eingearbeitet hatte. Diesem Facettenreichtum zeigte sich das Ensemble mit seiner Dirigentin Katsia Prakopchyk mühelos gewachsen. Es war ein gut eingespieltes Orchester zu hören, dessen Mitglieder technisch einwandfrei ihre Instrumente beherrschen, was Frank Mack mit seinem Mandolinensolo bei der "kleinen Polka di Bravura" von Albert van de Velde eindrucksvoll unterstrich. Am Ende war der Applaus so begeistert, dass noch eine Zugabe gegeben werden musste.
Eine weitere "Zugabe" stellte im Anschluss der Umtrunk auf dem Kapellenplatz dar, wo der Freundeskreis Bläsikapelle für die Bewirtung sorgte. Bei bestem Wetter konnte hier der Sonntag auf angenehme Weise ausklingen.

Ebenfalls in der Bläsikapelle musizierten kurz zuvor die Schülerinnen vom Mandolinenverein Kollnau-Gutach. Rund 30 Kinder feierten mit ihren Familien einen Gottesdienst zum Leitwort: "Ich erzähl Dir was von Gott". Elia, Mose und der verlorene Sohn erzählten darin von ihren Erfahrungen, die sie mit Gott machten. Dabei konnten die Kinder lernen, dass Menschen ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Gott machen. Die sechs Kindern des Mandolinenvereins und ihrer Lehrerin Katsia Prakopchyk begleiteten den Gottesdienst in einer eindrucksvollen Weise.

Die nächste ökumenische Familienkirche findet am 14. Juli in der Bläsikapelle statt. An einen kurzen Gottesdienst wird sich noch ein gemeinsames Picknick vor de Kapelle anschließen.