Möglichkeiten und Grenzen von Vergebung der Opfer

Wolfram Wette

Von Wolfram Wette

Sa, 27. Januar 2018

Waldkirch

Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus / Ein Beitrag des Waldkircher Historikers Wolfram Wette.

WALDKIRCH. Der 21-jährige, sterbende SS-Soldat Karl, der 1942 in einem Lazarett der Wehrmacht in der Nähe von Lemberg lag, wollte eine letzte Beichte ablegen, um hernach in Frieden sterben zu können. Aber ein Pfarrer war nicht greifbar. Daher bat er die Krankenschwester, einen der inhaftierten Juden an sein Sterbebett zu holen. Auf diese Weise geriet der jüdische Häftling Simon Wiesenthal, der täglich mit seiner Ermordung rechnen musste, zufällig und wider Willen in die Rolle eines Ersatz-Beichtvaters. Der SS-Mann schilderte ihm, aus eigenem Antrieb und ohne jede Beschönigung, seine Beteiligung an einem besonders brutalen Judenmassaker, dem Hunderte von Juden – meist ältere Menschen, Frauen ...

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