Drei Monate lang

Warum die Sperrung der B3 notwendig ist

Michael Sträter

Von Michael Sträter

Fr, 17. September 2021 um 14:40 Uhr

Teningen

Um eine Woche hat sie sich verschoben, nun ist es aber ab 20. September so weit. Autofahrerinnen und -fahrer müssen dann mehr Zeit einplanen. Laut RP ist die Straße sanierungsbedürftig.

Jetzt geht es dann also wirklich los: Am Montag, 20. September, beginnen die Sanierungsarbeiten an der B 3 zwischen der Ortsmitte von Teningen-Köndringen und dem so genannten Malterdinger Ei. Voraussichtlich bis Mitte Dezember wird die Bundesstraße gesperrt, die Umleitung erfolgt in Nord- wie Südrichtung hauptsächlich über Teningen.

Ein paar Tage später als geplant beginnen die Baumaßnahmen an der B3 zwischen Köndringen und Malterdingen. Laut Regierungspräsidium (RP) seien die Arbeiten notwendig, da die Straße aufgrund von Schäden im Belag sowie im Unterbau sanierungsbedürftig sei, heißt es auf Anfrage der BZ. Dabei werde in den kommenden Wochen zunächst die Ortsdurchfahrt von Köndringen saniert. Der Asphalt, die Straßeneinläufe, Schächte und Entwässerungskanäle würden durch das RP erneuert. Die Gemeinde Teningen nutze die Zeit, um Trinkwasserleitungen für Hausanschlüsse zu verlegen. Auch werde eine Bushaltestelle barrierefrei umgebaut und eine neue Zufahrt zu einer Sporthalle gebaut.

Außerdem werden neue Gehwege und Bordsteine hergestellt. Diese Arbeiten, so schreibt das RP, müssten bei einer Vollsperrung erfolgen, eine halbseitige Ampelregelung würde den Zeitraum deutlich verlängern. Die Arbeiten an der B 3 von den aktuellen Baustellen auf der A5 zu entkoppeln, sei laut RP nicht möglich. Auf der A 5 werde nahezu ganzjährig gebaut oder saniert, deshalb wäre es kaum möglich, ein dreimonatiges Zeitfenster zu finden, in dem keinerlei Bauarbeiten laufen würden.

Tatsächliche B3-Sanierung beginnt im November

In einem zweiten Schritt werde dann die Kreuzung Heimbacher Straße und Bahnhofstraße saniert sowie der Asphaltbelag entlang der B3 erneuert. Erst im November sollen die Arbeiten an der Straße außerhalb von Köndringen beginnen. Seien die Altlasten im Straßenuntergrund entsorgt, werde die Fahrbahn komplett neu aufgebaut, Leitplanken, Bankette. Leitpfosten und Markierungen erneuert.

Je aufwändiger und nachhaltiger jetzt saniert werde, desto länger wird die Straße dem Verkehr in Zukunft dienen können. Deshalb bitte das RP Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis für die Bauzeit und die anstehenden Behinderungen. Sie würden nach Abschluss der Bauarbeiten von der neu gemachten Straße profitieren.

Umgeleitet wird der Verkehr in Südrichtung ab dem Malterdinger Ei über die L113 in Richtung Riegel und dann über die Teninger Straße (K5114). Um den Verkehr hier zu regeln, wurde an der Einmündung der K5114 in die L113 bereits eine temporäre Ampelanlage installiert. Eine solche Anlage soll dann in der kommenden Woche auf dafür sorgen, dass der umgeleitete Verkehr von der Kreisstraße auf die L114, den Autobahnzubringer bei Teningen, abbiegen kann. Wer weiter nach Emmendingen möchte oder aus Emmendingen in Nordrichtung unterwegs ist, muss die Umleitung durch Teningen nutzen.

Teningens Bürgermeister hofft, dass sich die Lage einspielt

Dies könne, so äußerte sich Teningen Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker bereits gegenüber der BZ, an den ersten Tagen zu Staus führen: "In den ersten 48 bis 72 Stunden bricht alles zusammen, dann spielt sich die Situation ein. Die Menschen merken, wann und wo sie im Stau stehen und werden Wege finden, das Ganze zu entzerren." Wie sehr der Teninger Ortskern in den ersten Tagen der Umleitung belastet würde, zeige das Beispiel der B-3-Sperre in Köndringen. Da hätte teilweise eine Stunde gebraucht, um mit dem Auto von Teningen nach Köndringen im Schritttempo zu kommen