Bundestagswahl Emmendingen-Lahr

Was die Kandidatinnen und Kandidaten zum Glasfaserausbau im Kreis Emmendingen sagen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 07. September 2021 um 17:00 Uhr

Kreis Emmendingen

Die BZ hat den KandidatInnen der sechs im Bundestag vertretenen Partien drei Fragen gestellt. Heute: An welcher Stelle der To-Do-Liste steht der Glasfaserausbau im Landkreis Emmendingen?

CDU: Yannick Bury, 31 Jahre,Volkswirt

Für Unternehmen wie auch für Familien ist das die entscheidende Infrastruktur bei der Frage, ob unsere Region attraktiv bleibt. Darum wollen wir bundesweit insgesamt 15 Milliarden Euro in den Ausbau von Breitband und Mobilfunk investieren, um vor allem ländliche Gebiete zu versorgen. Ich will mich dafür einsetzen, dass davon möglichst viel in unsere Region fließt.

SPD: Johannes Fechner, 49 Jahre, Jurist

Bürger und Unternehmen brauchen rasch schnelleres Internet. Gerade im ländlichen Raum müssen die weißen Flecken verschwinden. Ich habe mich erfolgreich für Bundeszuschüsse von über 40 Millionen für den Wahlkreis eingesetzt. Geld, das jetzt bei uns investiert wird. Das sichert bei unseren Unternehmen Jobs und für Bürger und Gemeinden Zukunftschancen.

AfD: Thomas Seitz, 53 Jahre, Jurist

Das ist Sache der Kommunalpolitik! Im Landkreis hat der Kreistag seit 2018 sehr viel geleistet. Der Zuschlag für den Ausbau des Gigabit-Netzes sieht eine Förderung von über 34 Millionen Euro vor, davon 20 Prozent aus Steuermitteln des Bundes. Die Lösung heißt deutlich höhere Grundfinanzierung , damit Kommunen eigene Schwerpunkte setzen und sparsamer wirtschaften.

Linke: Imke Pirch, 31 Jahre, Gesundheits- und Krankenpflegerin

Eine To-do-Liste wird in der Regel von oben nach unten abgearbeitet. Aber es können auch mehrere Ziele gleichzeitig verfolgt werden. In allen möglichen Lebensbereichen werden digitale Angebote gemacht . Die Infrastruktur dafür fehlt aber in weiten Teilen. Diesen Rückstand holen wir mit Investitionen von zehn Milliarden Euro pro Jahr auf.

Grüne: Heike Dorow, 53 Jahre, Sozialarbeiterin

Vernünftige Internetverbindungen gehören zur Daseinsvorsorge, genauso wie Strom und Wasser. Das wird in den Schwarzwaldtälern besonders schwierig, da die Kosten aufgrund der langen Wege besonders hoch sind. Deshalb braucht es für finanzschwache Kommunen und Kommunen mit langen Anschlusswegen zusätzliche Förderung.

FDP: Tino Ritter, 49 Jahre, Unternehmer

Der Glasfaserausbau muss endlich bis in jedes Dorf umgesetzt werden. Der Mittelstand im ländlichen Raum kann nur wettbewerbsfähig bleiben, wenn er an die digitale Welt angeschlossen ist. Zudem wird auch die Landwirtschaft mehr und mehr digitalisiert. Dabei ist nicht nur die Glasfaser von Bedeutung, sondern auch das 5G-Netz.

Mehr zum Thema:

Dossier: Alle Berichte zur Bundestagswahl im Wahlkreis Emmendingen-Lahr