Frauenfußball

Was reizt Spielerinnen aus dem südlichen Breisgau am Fußball?

Andrea Gallien

Von Andrea Gallien

Sa, 15. Juni 2019 um 14:15 Uhr

Schallstadt

Im Freiburger Umland gibt es zahlreiche Mädchen- und Frauenfußballmannschaften. Spielerinnen aus dem südlichen Breisgau erzählen, was für sie den Reiz des Fußballs ausmacht.

Im Freiburger Umland gibt es zahlreiche Mädchen- und Frauenfußballmannschaften. Die Breisgau-Redaktion hat bei einigen Spielerinnen nachgefragt, was für sie den Reiz des Fußballs ausmacht, was sie von Männerfußball halten und welche Vorbilder sie haben.

Lieselotte, 10 Jahre:
Seit fünf Jahren ist Lieselotte bereits beim Mädchenfußball dabei. Ihr Vater ist begeisterter Fußballer und hat die Tochter motivieren können, es doch auch mal zu versuchen. Sie fand Gefallen daran, sagt Lieselotte, und ist geblieben. Die Zehnjährige aus Horben spielt seither beim Fußballverein Au-Wittnau, derzeit in der D-Jugend und in einer Spielgemeinschaft mit den Mädchen aus Merzhausen. So kommen 15 Spielerinnen zusammen, genug, um gemeinsam gegen andere Mannschaften antreten zu können. Das Gemeinsame, das ist auch das, was Lieselotte am Fußballspielen reizt. Die Mannschaft spielt und die Mannschaft verliert oder gewinnt, das ist ihr wichtig. Beim Training – zwei Mal in der Woche abwechselnd in Merzhausen und Wittnau – macht ihr das Spielen am meisten Spaß. Und das Feiern, wenn es etwas zu feiern gibt, 2018 zum Beispiel die E-Jugend-Meisterschaft.

Für Klara Bühl vom SC Freiburg und für Merle Frohms, SC-Torhüterin und bei der Fußball-WM dabei, schwärmt Lieselotte besonders. Im Herbst war sie bei einem Bundesliga-Spiel der SC-Frauen sogar Einlaufkind. "Komisch" findet sie es, dass die Frauen im Fußball so viel weniger verdienen als die Männer: "Die machen doch das Gleiche." Bei aller Begeisterung für den Frauenfußball, geht Lieselotte mit ihrem Vater auch gerne zu den Spielen der SC-Männer oder sie kickt daheim mit dem Vater und dem kleinen Bruder.

Roberta Salgarello, 31:
"Fußball, das ist für mich Teamsport, das ist Action, das ist Gemeinschaft", sagt Roberta Salgarello, Trainerin der ersten Frauenmannschaft beim FC Schallstadt-Wolfenweiler. Bis vor wenigen Jahren war die 31-Jährige aktive Spielerin, doch eine Knieverletzung machte die "Umschulung" auf das Amt der Trainerin notwendig. "Ganz ohne Fußball, das wäre nicht gegangen", sagt sie. Von klein auf habe sie so oft wie möglich auf dem Bolzplatz Fußball gespielt, zunächst mit den Brüdern, dann mit fünf, sechs Jahren im Verein – zunächst beim FC Freiburg und später auch beim SC Freiburg. Nach einer Spielpause ging es dann nach Schallstadt. "Auf dem Feld stehen, Fußball spielen und Tore machen", das sei ihr eine große Freude gewesen, sagt Roberta Salgarello. Hatte sie sportliche Vorbilder? Sie nennt Birgit Prinz und Steffi Jones. Heute freut sie sich, Verena Schweers in der Nationalmannschaft spielen zu sehen, sie kennt sie noch aus der Jugend beim SC. Und wer wird Weltmeister? "Definitiv Deutschland!"