Sterbehilfe

Was steht einer Reform im Wege?

Ernst Udo Kaufmann

Von Ernst Udo Kaufmann (Müllheim)

Sa, 07. November 2020

Leserbriefe

Zu: "Menschen müssen immer noch auf das allmähliche Versagen der Organe warten", Zuschrift von Wolfgang Wenz (Forum, 24. September)
Ich stimme Herrn Wenz zu: Wenn in Deutschland für kranke Haustiere Sterbehilfe legal ist, darf sie alten Menschen nicht mehr vorenthalten werden, wenn das Leben qualvoll geworden ist. Was steht notwendiger Reform im Wege? Historische Bedenken oder religiöse Einwände? Respekt vor dem Leben könnte fehlen? Wo bleiben diese Bedenkenträger, wenn es gegen unfriedliche Politik, gegen Feindbildschaffung, gegen Rüstungsausgaben geht? Meine Vermutung: Wenn es weniger alte Menschen gibt, heißt das weniger Kunden für die Gesundheitsindustrie, die über eine einflussreiche Lobby verfügt. Der Gesundheitsmarkt ist lukrativ, über 20 Prozent Gewinnmarge sind üblich, wovon der Sparer nur träumen kann. Ernst Udo Kaufmann, Müllheim