Weingenuss in wunderschöner Natur

Herbert Trogus

Von Herbert Trogus

Sa, 22. Juni 2019

Vogtsburg

Fast 2000 Weinfreunde und Genießer kamen zur dritten Kaiserstühler Burgundertour der Vogtsburger Tourismusvereine.

VOGTSBURG-OBERBERGEN. Die Vogtsburger Touristikvereine sind hochzufrieden über die dritte Kaiserstühler Burgundertour. Nahezu 2000 Wanderer kamen nach Oberbergen, um mit dem örtlichen Touristikverein den 50. Geburtstag mitzufeiern. Über 40 Burgunderweine der Vogtsburger Winzer konnten die Wanderer auf der Tour probieren, die in diesem Jahr durch die blühenden Rebgewanne von Oberbergen und Schelingen führte.

Eine positive Resonanz zogen die sieben Touristikvereine, die mit den Vogtsburger Weinbaubetrieben zum dritten Mal die Kaiserstühler Burgundertour veranstalteten. Es sei ein großartiges Event gewesen. Die Teilnehmerzahl sei noch höher als im vergangenen Jahr gewesen. Mit dazu beigetragen habe auch die angenehme Witterung, sagte Fritz Ipser, Vorsitzender der Oberbergen-Touristik. "Wir sind alle sehr zufrieden", betonte er. Als großes Plus hätten sich die Zubringer-Shuttle erwiesen, die alle Vogtsburger Ortsteile anfuhren.

"Die Burgundertour hat sich in seiner jetzigen Form etabliert", erklärte Anja Lainer aus Burkheim. Diesem Fazit schlossen sich ihre Vorstandskollegen der Tourismusvereine aus Achkarren Bischoffingen, Bickensohl und Oberrotweil an.

Bei der morgendlichen Begrüßung vor der Winzergenossenschaft Oberbergen, empfahl Bürgermeister Benjamin Bohn den zahlreichen angereisten Gästen, bei dem angenehmen Wanderwetter neben der herrlichen Landschaft auch die zahlreichen Weine der Vogtsburger Winzergenossenschaften und Weingüter zu genießen. Auch Fritz Ipser hieß die Wanderer willkommen.

Die sieben Kilometer lange Wandertour führte zuerst durch die Weinlage Scheibenbuck, vorbei am "Schermeloch", wo früher die Rebbauern ihre Arbeitsgeräte und Feldfrüchte in Loshöhlen lagerten. In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges flüchteten sie bei Gefahr mit ihrer wichtigsten Habe in die tunnelartigen Schermelöcher.

Oben, auf der zirka 340 Meter hohen Anhöhe hatten die Wanderer eine gute Aussicht vom inneren Kaiserstuhl bis in das benachbarte Elsass zu den Vogesen. Zudem verwöhnte der Touristikverein aus Achkarren die Gäste mit Weinen und alkoholfreien Getränken sowie Speckgugelhupf und "Bibilikäs".

Auf dem neuen Weinlehrpfad führte die Wanderung dann weiter zu der zweiten Wein- und Vesperstation, "Kellers" Kellerwirtschaft. Hier konnten sich die Wanderer mit Gegrilltem und Getränken versorgen.

Die weitere Strecke führte über einen kleinen Anstieg zum Badberg durch die Reben bis zum Weingut Schätzle auf Schelinger Gemarkung. Hier konnten sich die Wanderer im schattigen Hof mit Weinen, Kaffee und Kuchen sowie mit Käsewürfeln und einem wohlschmeckenden Rindfleischsalat in einer Brotkugel stärken. Neu war in diesem Jahr der Ausschank von Wein-Cocktails im Gewann Leh an der stählernen Bassgeige, dem Markenzeichen der Oberbergener Winzer. Den Ausschank hatte die Landjugend Oberbergen übernommen.

"Ich bin zum ersten Mal dabei gewesen und ganz begeistert von dieser Burgundertour. Es war sehr schön, durch die Weinlagen zu wandern, überall gab es nette Leute und eine tolle Bewirtung. Ich komme bestimmt im nächsten Jahr wieder", versprach Mathias Enzmann aus Gottenheim.

Zum Abschluss trafen sich die Gäste an der Winzergenossenschaft Oberbergen. Hier feierte die Oberbergen Touristik bis in den späten Abend ihr 50-jähriges Bestehen.

Die Feierlichkeiten begannen am Winzerkeller bereits um 11.30 Uhr. Am Nachmittag unterhielten die "Blechboys" aus Pfaffenweiler. Mit fetzigen Melodien gestaltete die Band "Jet Set" einen schwungvollen Tanzabend. Für das leibliche Wohl der Feiernden sorgten die Köche der Gasthäuser "Rössle" (Altvogtsburg) und Mondhalde (Oberbergen).

Die vierte Kaiserstühler Burgundertour findet am Fronleichnamstag 2020 in Bickensohl statt.