Deutsche Bahn

Weiß und Bury üben scharfe Kritik wegen Verzögerungen bei der Elztalbahn

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 21. April 2021 um 08:41 Uhr

Elzach

Die Elztalbahn wird wohl nicht am 1. Juni ihren Betrieb wieder aufnehmen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Weiß und Yannick Bury, Wahlkreiskandidat der CDU sind ganz und gar nicht erfreut.

In einer ersten Reaktion äußerten sich Weiß und Bury "entsetzt", dass es "mit dem schon einmal verschobenen Start der neuen, elektrifizierten Elztalbahn zum 1. Juni 2021 voraussichtlich nichts werden wird".

Aus Sicht der beiden Politiker reiht sich diese neuerliche Verzögerung bei der Elztalbahn in eine ganze Reihe von Vorkommnissen im Projekt "Breisgau-S-Bahn" ein, die man nur mit "Pleiten, Pech und Pannen" bezeichnen könne.

Um den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen und um eine echte Mobilitätswende zu ermöglichen, "hat der Bund mittlerweile 75 Prozent der Kosten für den Ausbau der Infrastruktur im Netz der Breisgau-S-Bahn übernommen", betonen Weiß und Bury. "Was wir aber in der Realität in unserer Region erleben, das ist eher Öffentlicher Nahverkehr zum Abgewöhnen." Die Politiker erinnern daran, dass schon die Inbetriebnahme der Breisacher Bahn, der Höllentalbahn und jetzt der Elztalbahn nicht im versprochenen Zeitplan möglich war.

Bundesrechnungshof soll eingeschaltet einschalten

Dazu komme der massive Ärger mit dem neuen Wagenmaterial. Es sei doch "geradezu abartig, dass die neuen elektrischen Fahrzeuge zum Ärger der Anwohnerinnen und Anwohner Geräusche produzieren, die die alten Dieselzüge nie kannten und die jetzt durch die Installation von Sprühanlagen an den Schienen nachträglich gemildert werden sollen", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Zudem habe schon das geplante Zusammenkoppeln der neuen Züge massive Probleme verursacht.

"Wenn schon der Bund alles zu 75 Prozent finanzieren soll, dann muss auch jetzt mal jemand den Planern und Bauverantwortlichen auf die Finger schauen", fordern beide CDU-Politiker. Peter Weiß hat daher – wie sein Büro mitteilt – an den Präsidenten des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, geschrieben und angeregt, dass der Rechnungshof eine Sonderprüfung zum Thema "Breisgau-S-Bahn" durchführt. Von einer solchen Sonderprüfung erhoffe man sich mehr Klarheit über die Verantwortlichkeiten für die Misere und klare Empfehlungen für kurzfristige Fehlervermeidung.